Winnweiler Amokdrohung: Polizei ermittelt Anrufer

Polizeipräsenz am Montag in Winnweiler.
Polizeipräsenz am Montag in Winnweiler.

Das Motiv war offenkundig Langeweile: Nach der Androhung eines Amoklaufs am Montag an der Maria-Montessori-Grundschule in Winnweiler hat die Polizei herausgefunden, wer den Anruf abgesetzt hat. Es handelt sich um Elf- bis 14-Jährige.

Gegen 11 Uhr war die Polizei am Montagvormittag über die Amokdrohung informiert worden, die auf dem Anrufbeantworter der Grundschule in der Winnweilerer Schulstraße eingegangen war. Von da an ging alles sehr schnell: Das schulinterne Krisenteam wurde zusammengerufen, die Polizei entschied, dass Schulgelände zu evakuieren, 211 Kinder machten sich auf den Weg ins Wilhelm-Erb-Gymnasium, wo sie von ihren Eltern abgeholt werden konnten. Auf dem Gelände der Maria-Montessori-Schule kamen Sprengstoff-Spürhunde zum Einsatz, die Schulstraße war gesperrt.

Müssen Eltern für Kosten aufkommen?

Schon wenige Stunden nach dem Vorfall war sich die Polizei sehr sicher, dass es sich „um einen üblen Scherz von Kindern oder Jugendlichen“ gehandelt hatte. Für diese Erklärung hatten laut Polizei „mehrere Anhaltspunkte“ gesprochen.

Die erste Einschätzung hat sich im Laufe der Ermittlungen bewahrheitet. Die Polizei hat nach eigenen Angaben fünf Kinder im Alter von elf bis 14 Jahren ermittelt, die „gemeinsam an dem Anruf mitgewirkt“ haben sollen. Es handelt sich demnach um eine Schülerin und vier Schüler einer anderen Schule. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, bislang sei aber kein ernsthaftes Motiv erkennbar, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage: „Es war wohl einer von mehreren Telefonstreichen.“ Wie die Polizei mitteilt, wird sie nun prüfen, ob die Familien der Kinder für die Kosten des Einsatzes aufkommen müssen. Die Schulleitung steht indes laut Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) „im engen Kontakt mit dem schulpsychologischen Dienst“, der in Anspruch genommen werden könne.

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