Winnweiler Amokdrohung an Grundschule stellt sich als „übler Scherz“ heraus
Schock zum Wochenstart: Auf dem Anrufbeantworter der Winnweilerer Grundschule ist am Montagvormittag eine Amokdrohung eingegangen. Wie ein Polizeisprecher auf RHEINPFALZ-Anfrage berichtete, hatte sich die Schulleitung gegen kurz vor 11 Uhr gemeldet und darüber informiert. Was genau Inhalt der Drohung war, dazu machte die Polizei am Montag „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben. Allerdings: Es kamen Spürhunde zum Einsatz, die dafür ausgebildet sind, Sprengstoff oder Munition aufzufinden.
Mehr als 200 Kinder evakuiert
Die Polizei ermittelt nun, will den oder die Anrufer schnellstens identifizieren. Allerdings geht nach Einschätzung der Beamten wohl keine größere Gefahr von den Tätern aus: Es sei schnell klar geworden, „dass es sich um einen üblen Scherz von Kindern oder Jugendlichen handeln dürfte“. Mehrere Anhaltspunkte stützten diese These, sagte der Polizeisprecher.
Die Polizei hatte die Drohung nach Auskunft des Sprechers „sehr ernst genommen“. Sie war mit mehreren Kräften im Einsatz. Das Schulgelände wurde evakuiert, der Bereich rund um die Maria-Montessori-Grundschule großräumig abgesperrt. Die laut Polizeiangaben 211 Kinder machten sich auf den Weg ins 450 Meter entfernte Wilhelm-Erb-Gymnasium. Dort warteten sie darauf, abgeholt zu werden. Die Schule versuchte, alle Eltern über schulinterne Kanäle zu informieren, beispielsweise Chat-Gruppen.
Auch Schulbusse betroffen
Gegen 13 Uhr war das Außengelände bereits abgesucht, wie ein Polizeisprecher berichtete. Dort war demnach nichts Außergewöhnliches entdeckt worden. Im Anschluss wurden noch „einige Bereiche der Schule“ durchsucht – gemeinsam mit Sprengstoff-Spürhunden, wie der Sprecher schilderte. Auch die Vierbeiner konnten nichts finden. Es hätten sich bei den Ermittlungen keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass eine konkrete Gefahr bestanden habe, hieß es am frühen Nachmittag, als die Polizei Entwarnung gab.
Für die Dauer des Einsatzes war die Schulstraße gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet, davon waren auch einige Schulbusse betroffen. Das Wichtigste: Früh war klar, dass niemand zu Schaden gekommen war, alle Beteiligten in Sicherheit waren.