Börrstadt / Steinbach / Breunigweiler 450.000 Euro für Feuerwehrhäuser: Ministerin Eder lobt Winnweilers „Vorreiterrolle“
Das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium fördert die Neubauten der Feuerwehrhäuser in Steinbach, Börrstadt und Breunigweiler mit insgesamt 450.000 Euro über das „Klimabündnis Bauen Rheinland-Pfalz“. 150.000 Euro fließen in jedes der drei Projekte. Auf Wunsch des Winnweilerer Verbandsgemeinderats werden die Neubauten in Holzbauweise errichtet. Bis spätestens Mitte des Jahres 2026 sollen die Feuerwehrhäuser fertiggestellt sein.
Wegweisend für andere Kommunen
Viele Kommunen stünden in Zukunft vor der großen Herausforderung, dass ihre Feuerwehrgebäude nicht mehr den aktuellen sanitären und technischen Vorgaben genügen, heißt es aus dem Mainzer Umwelt- und Klimaschutzministerium. Oft würden die alten Bauten dem zunehmenden Flächen- und Raumbedarf nicht mehr gerecht, wodurch zu kleine Umkleide- und Schulungsräume oder zu wenige Fahrzeugstellplätze zur Verfügung stehen. „Die Verbandsgemeinde Winnweiler geht dieses Problem auf innovative Weise an und nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, die wegweisend für andere Kommunen ist“, sagt Ministerin Katrin Eder. Die Feuerwehrhäuser sollen nach einem Baukastenprinzip entstehen. Es gibt verschiedene Baukörper, sogenannte Funktionsmodule, die flexibel zusammengeführt werden können, je nach Bedarf der Gemeinde. Was das Ministerium ebenfalls lobt: Jedes Feuerwehrhaus wird mit einer Photovoltaik-Anlage zur Deckung des Eigenstrombedarfs ausgestattet.
Die neuen Feuerwehrgebäude setzen auf die Verwendung nachwachsender Rohstoffe und auf eine regionale Lieferkette. Wie ein Sprecher des Umweltministeriums erläutert, stammt das Holz aus den jeweiligen Gemeindewäldern und wird in einem nahegelegenen Sägewerk weiterverarbeitet. Danach werde eine lokale Zimmerei die Holzprodukte in vorgefertigte Module verbauen. In jedem Gebäude würden etwa 55 Kubikmeter Holz benutzt. „Moderne Architektur und Klimaschutz gehen hier Hand in Hand“, befindet Ministerin Eder.
Ministerin Eder voll des Lobes
Zur Erreichung der Klimaschutzziele spiele Nachhaltigkeit im Bausektor eine wichtige Rolle. „Der Bausektor ist für rund 50 Prozent des Rohstoffverbrauchs und für etwa 40 Prozent der CO2-Emissionen weltweit verantwortlich. Um die Bauwende hin zu mehr Klimaschutz und Ressourceneffizienz zu schaffen, ist eine nachhaltige Nutzung des regional verfügbaren Rohstoffs Holz immens wichtig“, erläutert Katrin Eder. „Gebäude aus heimischem Holz – wie die drei neuen Feuerwehrhäuser der Verbandsgemeinde Winnweiler – schonen das Klima und schaffen Wertschöpfung in der Region“, sagt die Klimaschutzministerin.
Neben den Fördermitteln aus dem Klimabündnis erwartet die Verbandsgemeinde Winnweiler weitere 393.000 Euro aus der Feuerschutzsteuer. Die Kosten für die Bodenplatte sowie das Gebäude mit Dach, Fenstern und elektrischem Rolltor belaufen sich für die Gerätehäuser in Börrstadt und Breunigweiler auf je 470.00 Euro. In Steinbach sind es gut 520.000 Euro, der Feuerwehrförderverein gibt einen Zuschuss.