VG Winnweiler Drei neue Feuerwehrhäuser in Holzbauweise
Die Feuerwehrgerätehäuser von Börrstadt, Breunigweiler und Steinbach entsprechen nicht mehr den aktuellen gesetzlichen und versicherungstechnischen Anforderungen. Es gibt keine nach Geschlechtern getrennte sanitären Anlagen und Umkleidemöglichkeiten – jedoch bei allen drei Wehren auch Frauen. Deshalb bedürfe es ganz dringend einer Anpassung, erklärte Rudolf Jacob (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler. Diese sei allerdings nur über Neubauten zu erzielen.
Und es gibt noch mehr Gründe für Neubauten, verdeutlichte der Bürgermeister. Die Fahrzeugstellplätze seien zu klein – immerhin seien die moderneren Fahrzeuge größer als früher, auch weil sie für viel mehr Einsatzmöglichkeiten gerüstet seien. Ganz wichtig für eine heutige Feuerwehr seien Schulungs- und Aufenthaltsräume für die theoretische Ausbildung. Solche sind in den drei Wehr-Gebäuden zum Teil gar nicht oder nicht in ausreichender Größe vorhanden. Teilweise gibt es keine Heizung. Wo sie vorhanden ist, sei sie nicht ausreichend dimensioniert, sodass im Winter keine Schulungsabende stattfinden können.
„Nachhaltige Form des Bauens“
„Wir haben uns für die Holzbauweise entschieden, weil dies eine nachhaltige Form des Bauens ist“, erklärte der Bürgermeister. „Wir lassen das Holz in Gemeindewäldern in der Verbandsgemeinde Winnweiler einschlagen und bei einem Sägewerk in der Region trocknen und sägen.“ Damit werde vermieden, dass das Holz als Baumaterial durch halb Europa gefahren wird, wodurch Kohlenstoffdioxid eingespart wird.
Der Verbandsgemeinderat hat die Arbeiten für die Erstellung der drei Gebäude an einen Holzfachbetrieb in Kirchheimbolanden vergeben, der aus der Ausschreibung als wirtschaftlich günstigster Bieter hervorging. Die Kosten für die Bodenplatte sowie das Gebäude mit Dach, Fenstern und elektrischem Rolltor belaufen sich für die Feuerwehrgerätehäuser in Börrstadt und Breunigweiler mit zwei Fahrzeugstellplätzen auf je rund 470.00 Euro. In Steinbach sollen drei Fahrzeuge untergebracht werden, die Kosten liegen bei gut 520.000 Euro, der Feuerwehrförderverein gibt einen Zuschuss.
War ursprünglich vorgesehen, Gasbrennwertthermen zu installieren, sollen die drei Häuser nun mit Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik geheizt werden. Die erheblichen Mehrkosten würden sich im Betrieb amortisieren, heißt es in der Beschlussvorlage.
An Fördermitteln erwartet die Verbandsgemeinde Winnweiler als Träger des Brand- und Katastrophenschutzes 450.000 Euro aus dem Holzbaucluster, ein Programm des Landes Rheinland-Pfalz, sowie 393.000 Euro aus der Feuerschutzsteuer.