Bad Dürkheim
Wurstmarktgänger kommen trotz Schauerwetters
Marcus Brill, Chef des Organisationsteams, konnte seine Enttäuschung über das Wetter nicht komplett verbergen: „Dafür, dass wir über Wochen das tollste Wetter hatten, war der Regen gerade am Freitag nach der Eröffnung doch etwas schade. Aber verbuchen wir es mal als Freudentränen, dass der Wurstmarkt wieder stattfinden kann.“
Der Besuch sei bislang dennoch ordentlich, am Samstag sogar sehr gut gewesen, resümiert Brill am Sonntagnachmittag. „Jeder ist froh, dass wieder gefeiert werden kann: die Gäste, die Beschicker und natürlich wir als Stadt. Wir durften gerade am Samstag einige schöne Situationen miterleben, in denen sich die Menschen einfach nur gefreut haben“, berichtet Brill. Die Veränderungen auf dem Festplatz würden aus seiner Sicht alle funktionieren. Das betreffe etwa die zentrale Zufahrt für die Belieferung oder die neuen Regelungen, wonach in den Schubkarchständen kein Leergut mehr offen zwischen den Ständen gelagert werden darf.
Samstag der bessere Tag
„Das funktioniert erstaunlich gut“, bestätigt Rolf Bart, Sprecher der Schubkärchler. Die Kollegen hätten sich beholfen, auch die beiden Leergut-Sammelstellen würden gut genutzt. Bart bestätigt Brills Beobachtung, wonach der Freitag der etwas schwächere Tag des Wochenendes war. Unter den Gästen seien am Samstag viele Amerikaner gewesen, berichtet Bart. Anders als Besucher von Hoffesten ließen sich Wurstmarktgänger nicht so leicht von einem Regenschauer abhalten, hat Bart beobachtet: „Die nehmen sich dann einfach eine Regenjacke oder was zum Drüberziehen mit und bleiben trotzdem nicht zu Hause“, erzählt der Winzer.
Zu den größten Änderungen zählt die Neuordnung des Weindorfs, das zum 30. Jubiläum mehr Platz zugestanden bekam. Grundsätzlich kämen die zusätzlichen Durchgänge bei den Besuchern gut an, sagt Weindorf-Sprecher Peter Döngi: „Aber so mancher musste sich auch erst einmal zurecht finden.“
„Kinderkrankheiten“ beheben
Gerade am Samstag und am Sonntag sei der Besuch sehr gut gewesen, doch auch der Freitag sei angesichts des regnerischen Wetters „überraschend gut“ gewesen. „Am Sonntagnachmittag gab es kaum noch einen freien Platz“, erzählt Döngi. Dass bei Jazz im Weindorf am Sonntag vor allem die Besucher der Stände profitierten, die direkt um die Bühne postiert sind, nennt Döngi als einen Wermutstropfen. Das habe am fehlenden Verstärker gelegen. Bis zum Auftritt der Gitarrenhelden am Mittwoch soll das Problem gelöst sein.
Aus Sicht Döngis geht es darum, Erfahrungen mit dem neuen Aufbau zu sammeln und gegebenenfalls an der einen oder anderen Stelle in Absprache mit der Stadt „ein paar Dinge nachzujustieren“. Auch Brill spricht noch von der einen oder anderen „Kinderkrankheit“ im Zuge des veränderten Platzaufbaus. Als Beispiel nennt er den immensen Bedarf an Bauzaun-Elementen. Obwohl man insgesamt mehr als einen Kilometer mehr Zaun gestellt habe als 2019, seien noch Stellen vakant, die die Stadt gerne abgesperrt hätte.



