Kommentar
Nicht den Stecker ziehen!
Eigentlich ist es absurd. Denkmäler wie die Limburg und die Wachtenburg dürfen nicht mehr beleuchtet werden und gleichzeitig erstrahlt der Wurstmarkt in den buntesten Farben. Doch das ist etwas zu einseitig betrachtet. Schließlich muss man das Volksfest mit einem Wirtschaftsunternehmen oder einer Art großer Erlebnisgastronomie vergleichen. Daran hängen auch viele Arbeitsplätze. Auch deshalb kann man beim Wurstmarkt nicht so einfach den Stecker ziehen.
Die Schausteller und Standbetreiber müssen für ihren Energieverbrauch selbst aufkommen und rechnen am Schluss mit den Stadtwerken ab - wie jede Firma auch. Natürlich haben sie ein Eigeninteresse, dass sich ihre Stromkosten im Rahmen halten. Daran wird künftig auch ihre Existenz abhängen.
Es gibt unter den Schaustellern Überlegungen, wie man künftig durch Photovoltaik die Stromkosten reduzieren kann. Denn ein Umbruch muss sicherlich stattfinden. Auch sollte die Stadt darauf achten, dass nicht noch mehr elektrische Geräte auf dem Platz zum Einsatz kommen. Außerdem muss es nicht sein, dass tagsüber an so manchem Stand sämtliche Lampen brennen. Nur hat es die Branche verdient, dass man ihr Zeit gibt, einen vernünftigen Weg einzuschlagen. Sie ist durch Corona genug gebeutelt.



