Wissen Raumfahrt auf allen Kanälen
Nicht nur im Kino, wie aktuell im Hollywood-Streifen „Der Astronaut“, boomt das Thema Raumfahrt. Die Reise zu den Sternen fasziniert auch in neuen Podcasts, in Raumfahrtshows und nicht zuletzt in Museen – vor allem dann, wenn dort leibhaftige Astronauten von ihren Missionen berichten. „Der Astronaut“ lief im März in Deutschland an, und soll nach Ansicht mancher Kritiker das Kinojahr „retten“. In der Hauptrolle ist Ryan Gosling zu sehen, an seiner Seite die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller, die im Film das „Project Hail Mary“ leitet – so lautet auch der Untertitel der Produktion, die auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir basiert. Es ist schon das dritte Buch des US-amerikanischen Autors zum Thema Weltraum, nach dem ebenfalls verfilmten „Der Marsianer“ sowie „Artemis“.
In „Der Astronaut“ geht es um nichts weniger als die Rettung der Menschheit. Denn Einzeller im All nehmen die Energie der Sonne auf und entziehen diese damit unserem Heimatplaneten. Die meisten Sterne („Sonnen“) in der Nähe sind von dem ominösen Phänomen ebenfalls betroffen. Der Molekularbiologe Ryan Gosling alias Ryland Grace soll herausfinden, warum die Einzeller den Stern Tau Ceti verschonen. Die Handlung erinnert an den Film „Interstellar“, bei dem die Menschheit durch eine Klimakatastrophe bedroht ist und ihr Heil in einer fernen Galaxie sucht.
Laut dem Portal „Popkultur“ führt „Interstellar“ die Liste der „30 besten Weltraum-Filme aller Zeiten“ an, gefolgt von „Alien“ , „Gravity“ und „Der Marsianer“. Seit wenigen Jahren wächst auch die Anzahl von Podcasts in dem Bereich. Rund zwei Dutzend von diesen zählt die Seite „Podcast.de“ unter dem Suchbegriff „Raumfahrt“ für den deutschsprachigen Raum auf. Eine der neuesten Produktionen ist „startklar – Luft- und Raumfahrt in deinem Alltag“ von Munich Aerospace, einem bayerischen Forschungsnetzwerk für Luft- und Raumfahrt.
Bei „startklar“ (www.munich-aerospace.de/bildung/podcast-startklar) geht es allmonatlich um Themen wie die Relevanz von Raumfahrt für das Leben auf der Erde und den Bedarf von Weltraumbahnhöfen in Europa, aber auch um Aspekte wie die Elektrifizierung der Luftfahrt . Auch bei Podcasts der ARD (www.ardsounds.de) und des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (www.dlr.de/de/medien/audios), kurz DLR, werden schwierige Themen wie die sprichwörtliche Raketenwissenschaft einfach erklärt.
Wer sich der Raumfahrt bei einem Live-Event nähern will, der kann beispielsweise die DLR-Raumfahrt-Show „Eine Zeitreise in die Zukunft“ besuchen ( www.dlr.de/de/next) oder gleich ins Technik-Museum Speyer gehen. Die Technik-Sammlung beherbergt die größte Ausstellung zur astronautischen Raumfahrt in Europa und hat im Sommer mehrere Astronauten, darunter die Deutsche Rabea Rogge, zu Gast (www.speyer.technik-museum.de). Zum Programm der Raumfahrer zählen Vorträge und Talkrunden.
„Großer Komet“ im Anflug?
Die Planeten bieten im April keine besonderen Schauspiele. Merkur, Mars, Saturn und Neptun sind praktisch nicht am Nachthimmel zu entdecken. Venus, Jupiter und Uranus zeigen sich uns zwar, doch eher unscheinbar.
Die Beobachtung lohnen im April hingegen die Kometen C/2026 A1, vorausgesetzt er zerbricht nicht zuvor, und C/2025 R3. Ersterer ist ein sogenannter Sonnenstreifer, der im Januar entdeckt wurde und Anfang April seine geringste Distanz zur Erde mit etwa 144 Millionen Kilometer erreicht. Sein minimaler Abstand zur Sonnenoberfläche soll am 4. Tag des Monats gerade mal rund 160.000 Kilometer betragen. C/2025 R3 wurde erstmals im vergangenen September gesichtet und könnte Ende April mit bloßen Auge zu erkennen sein – damit wäre er ein „Großer Komet“. C/2025 R3 stammt nach Expertenmeinung aus der Oortschen Wolke am Rand unseres Sonnensystems. Also von ganz weit weg.