Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Nahverkehr: Markus Wolf zeigt früh Flagge

Markus Wolf ist nun in der rheinland-pfälzischen Landesregierung für das Thema Verkehr zuständig. Er ist nicht der erste Bad Dür
Markus Wolf ist nun in der rheinland-pfälzischen Landesregierung für das Thema Verkehr zuständig. Er ist nicht der erste Bad Dürkheimer Winzer in dieser Funktion .

Wenn es mit dem Nahverkehr weiter voran gehen soll, müssen die zuständigen Zweckverbände und das Mainzer Ministerium gut kooperieren.

Der nun in der Mainzer Landesregierung für den Nahverkehr zuständige Staatssekretär Markus Wolf (CDU) hat die erste Gelegenheit genutzt, beim in der Pfalz verantwortlichen Zweckverband aufzutreten. Unter seiner Mitwirkung wurden Beschlüsse zu wichtigen Ausbauprojekten in der Südpfalz und in Rheinhessen gefasst. Das ist ein guter Anfang.

Allerdings weckt die politische Großwetterlage unangenehme Erinnerungen an die Zeit vor rund 25 Jahren. Damals gab es zwar keinen Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz, aber nach dem Weggang von Rheinland-Pfalz-Takt-Pionier Rainer Brüderle (FDP) in die Bundespolitik wurde Hans-Artur Bauckhage (FDP) sein Nachfolger. Bauckhage kam aus dem Westerwald, wo der regionale Schienenverkehr eher ein Randthema ist. Nachdem Karl-Geert Kuchenbecker, Leiter der Verkehrsabteilung und Schlüsselfigur von Brüderles spektakulär erfolgreicher Bahnpolitik, 2002 in den Ruhestand gegangen war, drohte dem Rheinland-Pfalz-Takt 2003 eine dramatische Demontage-Aktion. Sie wurde aber abgewendet, nachdem entsprechende Pläne frühzeitig an die Öffentlichkeit geraten waren. Über den Rheinland-Pfalz-Takt wachte danach nicht zuletzt Günter Eymael (FDP) als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

Günter Eymael (FDP), Winzer aus Bad Dürkheim, war ebenfalls zeitweise in der rheinland-pfälzischen Landesregierung für das Thema
Günter Eymael (FDP), Winzer aus Bad Dürkheim, war ebenfalls zeitweise in der rheinland-pfälzischen Landesregierung für das Thema Verkehr zuständig.

Nun gibt es wieder einige Elemente aus dem Beinahe-Desaster-Cocktail von 2003: Eine schwierige Haushaltslage, einen zuständiger Minister aus dem eher wenig bahnaffinen Westerwald und eine zumindest potenziell problematische Situation in der Verkehrsabteilung des Ministeriums. Allerdings gibt es auch einen Staatssekretär, der (wie damals Eymael) Winzer ist und aus Bad Dürkheim kommt. Auf Wolf ruhen nun Hoffnungen, dass es so konstruktiv zugeht wie unter Eymael – ohne das Beinahe-Desaster von 2003.

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