Bahnverkehr RHEINPFALZ Plus Artikel Michael Theurer ist Wissings Bahn-Mann

Michael Theurer ist Vorsitzender der baden-württembergischen FDP und nun parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsminis
Michael Theurer ist Vorsitzender der baden-württembergischen FDP und nun parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Von 1995 bis 2009 war er Oberbürgermeister von Horb am Neckar.

Michael Theurer (FDP) ist der neue Schienenverkehrsbeauftragte der Bundesregierung. Er tritt in dieser Funktion die Nachfolge von Enak Ferlemann (CDU) an.

Die Position eines Schienenverkehrsbeauftragten hatte die 2018 gebildete große Koalition geschaffen. Damit betraut wurde der damalige parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU). Parlamentarische Staatssekretäre gelten in der Bundespolitik in aller Regel nicht als besonders starke Figuren. Oft wird gelästert, dass ihre wichtigste Aufgabe darin bestehe, den Minister bei Terminen zu vertreten, die den Ressortchef nicht interessieren. Ferlemann machte aus der Position des Schienenverkehrsberauftragten aber mehr als vielfach erwartet worden war. Auch außerhalb seiner Partei wurde ihm von vielen Branchenkennern ehrliches Engagement vor allem beim wichtigen Thema Infrastrukturausbau bescheinigt.

Michael Theurer ist nun parlamentarischer Staatssekretär im jetzt von Volker Wissing (FDP) geleiteten Bundesverkehrsministerium. Als Europa- und Bundestagsabgeordneter war und ist Theurer kein ausgewiesener Bahnpolitiker.

Gastgeber der Horber Schienentage

Dass er in der Bahnbranche, insbesondere bei dem der Deutschen Bahn gegenüber eher kritisch eingestellten Teil, dennoch relativ bekannt ist, liegt an seiner Zeit als Oberbürgermeister von Horb (1995 bis 2009). Hier finden seit 1983 alljährlich die Horber Schienentage statt, die als eine Art Protestveranstaltung gegen den damaligen Stilllegungskurs der Bundesbahn begannen und sich dann nach und nach zu einem bundesweit beachteten, wenn auch etwas speziellen Branchentreff entwickelten. Dass die Veranstaltung den Tod ihres Gründers Kurt Bielecki im Jahr 1999 überlebte und weiter in Horb stattfand, war nicht zuletzt das Verdienst des damaligen Oberbürgermeisters Theurer. Der OB engagierte sich gemeinsam mit anderen Politikern in der Region für den zweigleisigen Ausbau der Gäubahn (Stuttgart–Singen) südlich von Horb. Nach jahrzehntelangen Bemühungen steht hier jetzt der Baubeginn auf einem Teilabschnitt in Aussicht.

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