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Lichtblick Deutschland-Takt
Das Thema Deutschland-Takt ist in der Bilanz von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einer der wenigen Lichtblicke. Die Einstufung der Liste von 181 Projekten für den Deutschland-Takt in den vordringlichen Bedarf nach positiver Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) ist ein wichtiger Fortschritt. Gerade das NKU-Problem ist eine Hürde, an der bisher viele Projekte gescheitert sind.
Mit der Hochstufung der 181 Projekte wächst allerdings zunächst einmal nur der bisher schon riesige Berg von Vorhaben, die theoretisch gebaut werden sollen, für die aber bisher keine Finanzierung in Sicht ist. In Zukunft müssen deshalb die Mittel für den Aus- und Neubau von Schienenstrecken deutlich aufgestockt werden. Finanziert werden könnte das zumindest zum Teil dadurch, dass auch im Sinne des Klimaschutzes Mittel aus dem umweltpolitisch bedenklichen Fernstraßenbau in den Ausbau des Schienennetzes umgeschichtet werden.
Selbst wenn dies geschieht, wird sich der Bau der Infrastruktur für den Deutschland-Takt über Jahrzehnte hinziehen. Es ist deshalb wichtig, gut zu überlegen, welche Prioritäten gesetzt werden. Besonderen Vorrang haben dabei Projekte verdient, die Kapazitätsengpässe entschärfen. Dabei lässt sich in einigen Fällen schon einiges durch kleinere Maßnahmen erreichen. In manchen Fällen – beispielsweise bei der Strecke zwischen Hannover und Hamburg – wird es aber nicht ohne eine aufwendige Neubaustrecke gehen.
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