Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Klimapolitik: Das Stromproblem der BASF

Chemieproduktion braucht viel Energie: In rund 200 Anlagen werden im BASF-Stammwerk in Ludwigshafen viele Produkte für Kunden au
Chemieproduktion braucht viel Energie: In rund 200 Anlagen werden im BASF-Stammwerk in Ludwigshafen viele Produkte für Kunden aus fast allen Branchen hergestellt.

Die Klimaziele der BASF erfordern von dem Konzern eine umwälzende Entwicklung. Viel hängt von der neuen Bundesregierung ab.

Die Geschäfte der BASF laufen wieder sehr gut. Das kann der Chemiekonzern dringend gebrauchen. Denn er steht vor einer umwälzenden Entwicklung. Wie sie verläuft, das wird stark von der Politik der künftigen Bundesregierung abhängen. Die BASF hat sich nämlich ehrgeizige Ziele im Klimaschutz gesetzt. Das Unternehmen will bis 2050 klimaneutral werden. Und das bei deutlich wachsender Produktion.

Chemieproduktion ist sehr energieintensiv. Und diese Energie kommt heute noch weit überwiegend aus fossilen Brennstoffen. Um klimaneutral zu werden, muss dieser Energiebedarf künftig mit Strom oder Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die dafür benötigte Menge an elektrischer Energie kann man getrost gigantisch nennen. Würde der gesamte Energiebedarf des Stammwerks der BASF in Ludwigshafen über Strom gedeckt, wären dafür alleine etwa 10 Prozent der heutigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland notwendig. Dieser wachsende und künftig riesige Strombedarf muss durch Erzeugungsanlagen gedeckt werden, die es heute noch nicht gibt, über Leitungen, die es noch nicht gibt, zu wettbewerbsfähigen Preisen, die es noch nicht gibt. Alleine wird das der BASF und ihren Mitarbeitern nicht gelingen. Hier muss auch die künftige Bundesregierung schnell ein ganz großes Rad drehen.

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