Meinung
Die BASF und ihr Windkraft-Engagement: Wichtiger Schritt auch für Standort Deutschland
Für die BASF ist der Windpark Hollandse Kust Zuid ein wichtiger Schritt auf dem weiten Weg, sich von fossilen Energieträgern zu lösen. Viele Unternehmen haben die Zukunft der Energie und damit ihre eigene Zukunft längst selbst in die Hand genommen, ohne auf weitere staatliche Signale zu warten. So hat Daimler Truck Anfang der Woche einen Laster mit Wasserstoff im Tank auf Deutschland-Reise geschickt.
Der internationalen Konkurrenz trotzen
Die Unternehmen tun dies vor allem aus Eigennutz, um von der internationalen Konkurrenz nicht abgehängt zu werden, wie es etwa auf dem Elektro-Pkw-Markt den Anschein hat. Da ist China stark im Kommen, die Amerikaner haben mit Tesla vorgelegt. Immerhin hat BMW mit dem für den Autobauer positiv ausgegangenen Bürgerentscheid um eine Batteriefabrik in Niederbayern eine Hürde genommen, was die E-Auto-Produktion angeht. Ein Zurück zu mehr fossilen Brennstoffen wird und darf es aus Klimaschutzgründen nicht geben. Daher ist es wichtig für den aktuell gebeutelten Standort Deutschland, wenn finanzstarke Riesen wie die BASF oder Daimler mit „grünen“ Schritten vorangehen.
Niederländischer Grünstrom hilft auch deutschen Werken
Deutschland wird laut Herbstgutachten der Wirtschaftsforscher grüne Energie nicht so günstig hervorbringen können wie andere Länder: Die schaffen bessere Investitionsbedingungen und haben schlicht mehr Sonnen- oder Windtage zu bieten. Investitionen wie die der BASF in Hollandse Kust Zuid helfen, auch die Werke in Deutschland konkurrenzfähig zu halten – etwa mit dem auf diese Weise gesicherten Grünstrom.