MEINUNG
49-Euro-Ticket: Das Geld muss schnell auf den Tisch
3 Milliarden Euro zur Finanzierung der Nachfolgelösung des 9-Euro-Tickets geben jeweils hälftig Bund und Länder. So viel ist klar. Die Bundesregierung ist bei vielem mit großen Schritten vorangegangen, um die Bürger zu entlasten. Das war und ist nötig. Das 49-Euro-Monatsticket für alle Nah- und Regionalverkehrsverbindungen in Deutschland ist gutes Marketing. Da hat Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, recht. Es wird sehr vielen Fahrgästen helfen, zu sparen.
Aus Kundensicht sehr löblich
Die meisten müssen nicht mehr groß rechnen, um im Tarifdschungel den besten Weg für sich zu finden. Ein Ticket für alles: Das ist angesichts des gigantischen Geflechts der Verkehrsverbünde in Deutschland aus Kundensicht löblich. Aber auch den Verkehrsbetrieben muss früh klar sein, was auf sie zukommt. So muss geregelt werden, für wie viel Aufpreis Fahrräder mitgenommen werden können. Und wie die Umsätze regional gerecht verteilt werden, was mit den Jobtickets geschieht: viele Fragen – und wenig Zeit bis 1. April.
Ausgaben sind ohnehin schon horrend
Die Verkehrsverbünde schätzen, es braucht noch 1,7 Milliarden Euro zur Finanzierung. Der Bund sollte nicht kleckern, sondern angesichts ohnehin horrender Ausgaben auch dieses Geld noch zur Verfügung stellen, will er die Verkehrswende forcieren.
