Rheinpfalz Neues Baugebiet sorgt für Diskussionen

Schwedelbach zählt derzeit 1100 Einwohner.
Schwedelbach zählt derzeit 1100 Einwohner.

Lebhafte Diskussionen hat es bei der Sitzung des Gemeinderats diese Woche in Schwedelbach gegeben. Dabei ging es um den Vorschlag der Verwaltung zur Weiterentwicklung des Flächennutzungsplans. Vor allem die Nachbarschaft eines landwirtschaftlichen Betriebs mit Viehhaltung zum möglichen Neubaugebiet verursacht Kopfzerbrechen.

Wie Ortsbürgermeister Dieter Hirsch (SPD) mitteilte, hat die Verwaltung der Verbandsgemeinde Weilerbach zwar einige Baulücken für eine „mögliche innere Weiterentwicklung des Ortes“ ausgemacht. Diese stünden aber nicht für eine Bebauung zur Verfügung. Andererseits dürfe die Kommune noch 1,8 Hektar als Bauland im Flächennutzungsplan ausweisen. Laut Hirsch sind sowohl die Verbandsgemeinde wie auch das Planungsbüro der Auffassung, dass eine Fläche im Bereich „Goldberg/Hohlstraße“ für die weitere Siedlungsentwicklung geeignet ist. Während sich die SPD nach Worten ihres Fraktionschefs Markus Spieß den Vorschlägen der Verwaltung anschließt, kam lebhafter Widerspruch von Seiten der FWG-Fraktion unter Führung von Manfred Dein. Der nahe gelegene Aussiedlerbetrieb werde auf diese Weise von der Siedlungsentwicklung eingeholt. Der Bauer sieht laut Spieß ein großes Konfliktpotenzial mit den künftigen Neubürgern wegen der vom Hof ausgehenden Gerüche. Der Eigentümer werde deshalb den Klageweg beschreiten. Von der Heftigkeit dieses Widerstands offenbar überrascht, beantragte die SPD eine Sitzungsunterbrechung. Hans-Joachim Gebhardt von der Verbandsgemeinde führte aus, dass eine Abrundung des Ortsbilds wie im vorliegenden Fall „immer positiv empfunden“ werde. Außerdem könne die Gemeinde „immer noch umschwenken, wenn dort größere Schwierigkeiten auftreten“. Der Beschluss wurde mit sieben Ja- und sechs Nein-Stimmen gefasst.

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