Rheinpfalz Neue Maschinen aus anderen Werken
2020 soll im Homburger Michelin-Reifenwerk die derzeitige Technik-Modernisierung im Bereich der sogenannten Wulstfertigung abgeschlossen werden. Seit 2018 werden hier schrittweise Maschinen im Gesamtvolumen von drei Millionen Euro installiert. Drei neue und zwei renovierte Anlagen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Homburger Standorts stärken, teilte gestern Werkleiter Cyrille Beau mit.
„Dass sich die Investitionskosten auf drei Millionen Euro beschränken, liegt daran, dass wir hier in Homburg einige Maschinen aus anderen Werksstandorten übernehmen konnten“, erläuterte gestern Michelin-Sprecherin Maira Türk auf Nachfrage. Es gehe hier nicht um eine Erweiterung des Produkt-Angebotes, das in Homburg hergestellt wird, sondern vorrangig um mehr Effizienz, sprich um Kostensenkung. Zugleich würden die Lauf-Eigenschaften der Reifen verbessert, indem diese seit Jahresbeginn nun in der renovierten Anlage „Boudineuse HTT“ mit einer neuartigen Textilschicht umhüllt würden, was die Lebensdauer der Lastwagen-Pneus verlängern soll. Erster Schritt bei der technischen Erneuerung im Homburger Werk sei der Einbau einer Anlage namens Mars im Oktober 2018 gewesen: Indem dieses Gerät in einem einzigen Arbeitsgang vollautomatisch drei frühere Arbeitsschritte auf einmal bewältige, habe man bei den sogenannten Wulstkernen die tägliche Produktionskapazität auf rund 5500 Stück gesteigert. Seit 1971 unterhält Michelin am Standort Homburg eines seiner weltweit wichtigsten Werke für Lastwagenreifen. Wie Maira Türk sagte, setzt sich die etwa 1400 Mitarbeiter umfassende Belegschaft zu 53 Prozent aus Deutschen und zu 42 Prozent aus Franzosen zusammen. Die übrigen fünf Prozent seien Beschäftigte mit anderen Staatsangehörigkeiten, erläuterte die Sprecherin.