Rheinpfalz Mehr Routen für Mountainbiker

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Die Süderweiterung des Mountainbikeparks Pfälzerwald kommt voran. Nach den Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein und Pirmasens-Land sowie der Stadt Pirmasens ist nun auch die VG Annweiler dem Trägerverein beigetreten. Der VG-Rat beschloss dies am Dienstag bei einer Gegenstimme.

Bislang umfasst der Park das Gebiet der Verbandsgemeinden Enkenbach-Alsenborn, Kaiserslautern-Süd, Lambrecht, Landstuhl, Rodalben und Waldfischbach-Burgalben. Neu hinzu kommen neben dem Trifelsland (Annweiler) die Verbandsgemeinden Bad Bergzabern, Dahner Felsenland, Hauenstein, Pirmasens-Land und die Stadt Pirmasens. Dem Beitritt gingen bereits etliche Sitzungen und Beschlüsse bis ins Jahr 2009 voraus, wie der Annweilerer Verbandsbürgermeister Kurt Wagenführer (FWG) ausführte. 22.179 Euro habe die Verbandsgemeinde bislang schon in die Vorplanungen gesteckt. 120 Kilometer Strecken im VG-Gebiet seien geprüft worden, so Wagenführer. In Abstimmung mit den Ortsgemeinden und den Behörden habe man sich letztlich auf zwei Routen mit zusammen 62,7 Streckenkilometern geeinigt: Annweiler-Süd ist 49,7 Kilometer lang, Annweiler-Nord 28 Kilometer. Auf die Verbandsgemeinde Annweiler wird durch den Beitritt einiges an Kosten zukommen. Als einmalige Kosten muss jede Kommune 5500 Euro Lizenzgebühr bezahlen, zudem 500 bis 650 Euro Gebühren für den Gestattungsvertrag an Landesforsten. Der jährliche Mitgliedsbeitrag liegt bei 100 Euro. Dazu kommen rund 5000 Euro jährliche Kosten pro Kommune für die Geschäftsstelle, die in Kaiserslautern-Süd sitzt. Die jährliche Marketingumlage beträgt 3000 Euro. Jede Kommune kommt also auf 8100 Euro laufende Kosten zuzüglich der Kosten für die Pflege der jeweiligen Strecken, die in ihrer eigenen Verantwortung liegt. Der erweiterte Park soll an den Start gehen, sobald die Beschilderung fertiggestellt ist, spätestens mit Beginn des Jahres 2016. Um bald mit dem Marketing zu beginnen, ist es notwendig, dass die neuen Kommunen möglichst zügig beitreten. Die Südwestpfälzer Gebietskörperschaften sind bereits im Boot, Bad Bergzabern befindet über den Beitritt in seiner nächsten VG-Ratssitzung. Ziele des Vereins Mountainbikepark sind, den Radsport über Besucherleitsysteme und Veranstaltungen zu fördern und die Natur zu schützen. Einige kritische Nachfragen waren aus dem Rat zu den erheblichen Kosten und der nicht einfachen Beurteilung des Erfolgs zu hören. Doch Wagenführer befand: „Insgesamt 850 Kilometer Wegenetz – das ist sicherlich etwas Außergewöhnliches, das uns einen neuen, jungen Personenkreis erschließen wird.“ Wandern sei nur ein Standbein für die VG, Wein sei nur Thema in zwei Ortsgemeinden, daher sei der Mountainbikepark unter dem touristischen Aspekt wichtig. Nach einer Testphase von drei Jahren werde man schauen, wie sich der Park entwickelt habe, ob er sich für die Verbandsgemeinde lohne oder ob noch Stellschrauben zu drehen seien. Dagmar Lange (Grüne) machte den Vorschlag, Umfragekärtchen im Tourismusbüro, in Unterkünften und Gaststätten auszulegen, um zu erfahren, wie der Park bei den Besuchern ankommt, wie sie darauf aufmerksam wurden, wie sie die Übernachtungsmöglichkeiten bewerten et cetera. Wagenführer sagte, dass das Tourismusbüro die Idee aufgreifen werde. (höj)

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