Wörth
Kulturherbst in der Festhalle
Los geht es mit einem Mahler-Konzert der in Mannheim beheimateten Jungen Südwestdeutschen Philharmonie am kalendarisch letzten Tag des Sommers: Das Orchester mit Musikstudierenden, ambitionierten Studierenden anderer Fachrichtungen sowie talentierten Schülern gastiert am Samstag, 31. August, 19.30 Uhr, mit Mahlers dritten Sinfonie d-Moll in der Wörther Festhalle unter der Leitung von Manuel Nawri. Mit dabei sind die Solistin Marion Eckstein (Alt), die Limburger Domsingknaben und der St. Martinschor Bad Ems. Gegründet wurde das Ensemble 2016 mit ehemaligen und aktuellen Mitgliedern des Landesjugendorchesters und des Bundesjugendorchesters.
Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz spielt am Donnerstag, 19. September, 19.30 Uhr, unter der Leitung von Michael Francis zum Thema „Mysterium“. Solistin ist die Klarinettistin Sabine Meyer. Auf dem Programm: Maurice Ravels Suite „Le Tombeau de Couperin“ (eine Hommage an den Kollegen des Barock), Aaron Coplands Konzert für Klarinette und Orchester sowie Edward Elgars „Enigma“-Variationen, deren Widmung immer noch Rätsel aufgibt.
Krabbelkonzerte mit der Staatsphilharmonie
Am 2. Oktober, 14.30 und 16.30 Uhr, gibt das in Ludwigshafen ansässige Orchester in Wörth Krabbelkonzerte unter dem Motto „Große Musik für kleine Ohren“. Dabei gibt es keine Bühne, sondern ein gemeinsames Klangerlebnis auf Augenhöhe: Die Musiker bewegen sich im Raum, sodass das Publikum vom Klang der Musik umgeben ist. Die Kinder dürfen sich bewegen, tanzen und singen, klatschen, quietschen, brabbeln und strampeln.
Die Grand Central Bigband hat die Stadt – in Kooperation mit dem Jazzclub Wörth – für 6. Oktober, 18 Uhr, in die Tullahalle nach Maximiliansau geladen. Sie bringt Swingklassiker von Frank Sinatra, Dean Martin, Ella Fitzgerald und Marilyn Monroe mit, aber auch aktuelle Hits in neuem Gewand. Unterstützt wird sie von Kai Podack, bekannt als die Stimme hinter dem Füenf-Hit „Mir im Süden“.
Ein Musical über ein Weihnachtslied
Die ungewöhnlichste Veranstaltung steht am 8. Dezember, 18 Uhr, in der Festhalle auf dem Programm: ein Historienmusical über das bekannteste Weihnachtslied der Welt: „Stille Nacht“. Es wurde in über 300 Sprachen übersetzt und steht seit 2011 in der Liste des immateriellen Unesco-Kulturerbes. Zum 200-Jahr-Jubiläum vor sechs Jahren haben der österreichische Autor Hans Müller und der Komponist Georg Stampfer ein Historienmusical geschaffen, das die Entstehung und Verbreitung des Liedes nachzeichnet. Text, Musik und Lichtprojektionen sollen ein stimmungsvolles Gesamterlebnis bringen.
Das Stück unter dem Titel „Ein Notenblatt des Himmels“ spielt Weihnachten 1818. Gerade erst waren die Napoleonischen Kriege über Europa hinweggefegt. Alte Grenzen wurden weggewischt, neue gezogen. Auch die Natur zeigte sich grausam. Auf das „Jahr ohne Sommer“ 1816 folgten katastrophale Missernten, Hungersnöte und Seuchen. In dieser schweren Zeit fällt in der St.-Nikolaus-Kirche in Oberndorf bei Salzburg vor dem Fest auch noch die Orgel aus. So macht sich am Vormittag des 24. Dezember der Hilfspriester Joseph Mohr auf den Weg zu seinem Freund, dem Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber. Er bittet ihn, ein Gedicht zu vertonen, das er zwei Jahre zuvor verfasst hatte: zweistimmig mit Gitarrenbegleitung. Mohr und Gruber bringen das frisch komponierte Lied nach der Christmette erstmals zur Aufführung – eine Botschaft von Hoffnung und Frieden, die die Menschen tief berührt.
Partyrummel und Bettszene
Auch zwei Theatergastspiele hat die Stadt Wörth im Programm: Am 11. Oktober, 19.30 Uhr, ist Richard Greenbergs Broadwayfassung des Boulevardstücks „Frühstück bei Tiffany“ zu sehen. 1958 landete Truman Capote einen Bestseller mit seiner Geschichte über die hinreißende junge Holly Golightly im Partyrummel der 1940er-Jahre. Die Verfilmung mit Audrey Hepburn wurde ein Welterfolg, das Lied „Moon River“ ein Hit. Die Inszenierung ist eine Koproduktion des Altonaer Theaters mit den Schauspielbühnen Stuttgart und den Kammerspielen Hamburg.
Als „eine temporeiche Komödie voller Wortwitz und Situationskomik mit Rufus Beck und Peter Kremer“ kündigt die Stadt Wörth das Stück „Zwei Männer ganz nackt“ für 7. November, 19.30 Uhr, an. Einer der Männer ist Alain, erfolgreicher Anwalt, glücklich verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Eines Tages wacht er splitternackt neben seinem Mitarbeiter Nicolas auf, der sich die Sache ebensowenig erklären kann. Dann werden sie bei ihrem vermeintlichen Schäferstündchen auch noch erwischt. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf.
Karten
Der Vorverkauf läuft über den RHEINPFALZ Ticket Service, über die Tickethotline der Stadtverwaltung Wörth 07271 131444, per E-Mail an kulturtickets@woerth.de. Das Rabattsystem gibt es nur über die Stadtverwaltung.