Rheinpfalz „Ich bin keine Hellseherin“

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Die Frühlingssonne scheint in das große, gemütlich eingerichtete Wohnzimmer des geräumigen, lichtdurchfluteten Hauses auf der Langmühle, die Terrassentür steht weit offen. Die beiden schwarzen Katzen erkunden zaghaft den Garten. Hierher ist die gebürtige Pirmasenser Lebensberaterin Béatrice Bähr mit ihrem Lebensgefährten Ende letzten Jahres nach fünf Jahren in der Schweiz zurückgekehrt.

Lemberg

. Béatrice Bähr sitzt am Wohnzimmertisch, vor ihr liegen verschiedene Kartendecks. „Ich bin keine Hellseherin“, sagt sie lachend. „Ich mache keine Prognosen auf 30 Jahre, ich hole meinen Klienten da ab, wo er ist!“ Sie gilt zwischenzeitlich durch ihre mehrjährigen internationalen Erfahrungen bei Fernsehen, Radio und auch auf Messen weltweit als Top-Medium. „Kartenlegen ist ein Handwerk, welches man erlernen kann. Ich habe eine sehr fundierte Grundlage geschaffen, um professionell und kompetent zu beraten“. In ihrer Tätigkeit hat sie mittlerweile Tausende Beratungen, telefonisch oder unter vier Augen, durchgeführt. Durch den Zugang zum Unterbewussten hat sie erkannt, dass sie durch die spirituelle Ebene anderen Menschen hilfreich zur Seite stehen kann. In den Beratungen möchte sie nicht „nur“ Karten legen, die Zukunft voraussagen und viel Glück wünschen, sondern auch mit ihren Kunden an einer positiveren Lebenseinstellung arbeiten. „In jungen Jahren wird man bei dieser Tätigkeit oft nicht ernst genommen, Respekt gibt es erst jenseits der 50“, sagt die mittlerweile 55-jährige Powerfrau, die es 1979 immerhin mal zum dritten Platz bei den deutschen Judomeisterschaften und in die Judo-Nationalmannschaft gebracht hat. Sie ist eigentlich ausgebildete Rechtsanwalts-Gehilfin, hat aber in diesem Beruf nie gearbeitet. „Als ich nach der Lehre auf dem Vertrag mein zukünftiges Gehalt sah, habe ich Nein gesagt.“ Ihr Traum war damals eine eigene Sportschule. Zu Kartenlegerinnen ist sie aber selber schon immer gegangen, berichtet sie. Die Liebe verschlug sie erst mal nach Limburg und ins Videothekengeschäft. 1989 hatte sie ihre erste eigene Videothek in Böblingen, 1990 waren es bereits fünf Filialen in Köln. 2000 betrieb sie drei Videotheken in Frankfurt und 2005 kehrte sie insolvent und alleine wieder zurück in die Horebstadt. Die Ausbildungen zur Lebensberaterin und Kartenlegerin hatte sie während dieser Zeit nebenbei absolviert. Mit den Fernsehsendungen begann sie 2006 in Ludwigsburg. Der Sender verlor jedoch die Lizenz und wurde von einem Sender in Budapest aufgekauft. Eso-TV wurde gegründet und Bähr pendelte zwischen Budapest und Pirmasens. 2007 gründete sie dann ihre „Spirituelle Lebensberatung“. Im August 2009 bekam sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bei Shiva-TV in der Schweiz und war noch am selben Tag um 18 Uhr auf Sendung. Zehn Tage pro Monat lebte sie fortan in der Schweiz, wo sie ihren jetzigen Partner kennenlernte, zu dem sie dann 2010 ins Berner Oberland zog. Das Leben in der Schweiz war auf Dauer nichts für Bähr, die ihren Lebensgefährten für den Umzug in den schönen und auch wesentlich günstigeren Pfälzerwald gewinnen konnte. „Ein so schönes, großes Haus im Grünen hätten wir uns in der Schweiz nicht leisten können“, sagt sie. So pendelt Béatrice Bähr nun von ihrer Telefon-Hotline auf der Lang-mühle nach Budapest und in die Schweiz, ist aber auch hier sehr aktiv. Sie hat ein Netzwerktreffen für Selbstständige in Pirmasens ins Leben gerufen und im November wird in der Messehalle erstmals Die „La Vita“ Messe für Gesundheit, Körper und Seele stattfinden. Sie veranstaltet mediale Zirkel, Reisen und Weiterbildungen und ist mit ihren Ideen noch lange nicht am Ende.

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