Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie Finn Leun in seiner zweiten Saison bei den Eulen Ludwigshafen durchstarten will

Finn Leun ist ehrgeizig und hat in der Athletik zugelegt – so beschreibt Trainer Johannes Wohlrab seinen Spieler.
Finn Leun ist ehrgeizig und hat in der Athletik zugelegt – so beschreibt Trainer Johannes Wohlrab seinen Spieler.

Finn Leun spielt bei den Eulen Ludwigshafen auf der Königsposition – und tritt in große Fußstapfen. In seinem zweiten Jahr hat sich auch seine Rolle im Team verändert. „Darauf habe ich richtig Bock“, sagt er.

Finn Leun will in seinem zweiten Jahr bei den Eulen Ludwigshafen noch mehr Verantwortung übernehmen. Das hat der Rückraumspieler in den ersten drei Saisonspielen schon gezeigt. Auch am Samstagabend im Heimspiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke (19.30 Uhr) will der 21-Jährige wieder vorangehen.

Mit Doppelspielrecht kam der Halbrechte im vergangenen Sommer vom SC DHfK Leipzig auf Leihbasis in die Pfalz und hat an der Seite von Torjäger Jannek Klein sein handballerisches Potenzial nachgewiesen. Das hat den Verantwortlichen imponiert, so dass der in Frankfurt am Main geborene Leun für diese Runde einen Einjahresvertrag erhielt. „Finn hat in der letzten Saison schon großes Potenzial in der Abwehr gezeigt. Jetzt soll er auch im Angriff den nächsten Schritt gehen. Bisher hat er das gut umgesetzt“, sagt Eulen-Trainer Johannes Wohlrab. „Finn ist sehr ehrgeizig, hat in der Athletik zugelegt und im Angriff den Mut, die Lücken zu suchen und den Wurf zu nehmen.“

Die richtige Herausforderung

Der junge Handballer weiß, dass er auf der Königsposition im rechten Rückraum nach dem Weggang von Jannek Klein in große Fußstapfen tritt. „Ich habe im ersten Jahr viel gelernt. Jetzt bin ich reifer und spiele auch eine andere Rolle im Team. Darauf habe ich richtig Bock und will der Rolle bestmöglich gerecht werden“, sagt er.

Bundesligaluft schnupperte der in der Leipziger Akademie ausgebildete Handballer schon in neun Erstligaspielen und warf dabei acht Tore, vier davon im Mai 2023 in einem Auswärtsspiel bei Frisch Auf Göppingen. Dennoch sieht der Sportmanagement-Student die Station bei den Eulen Ludwigshafen in der Zweiten Liga als die ideale Herausforderung, um nun den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen.

„Ordentlicher Start“

Sein Vater Dirk Leun, der einst beim TV Hüttenberg spielte, kennt Eulen-Trainer Johannes Wohlrab aus früheren Zeiten recht gut, weil er ihm zum Sprung in die Hessenauswahl verhalf. Seit 2008 trainiert Dirk Leun die Damen-Bundesligamannschaft des Buxtehuder SV. Bei diesem Verein spielten auch die Zwillingssöhne Finn und Jakob, bevor beide 2021 nach Leipzig wechselten. Während Jakob mittlerweile beim Drittligisten EHV Aue ebenso als Halbrechter auf Torejagd geht, will der 1,88 Meter große Finn die Eulen nach vorne bringen. „Ich bin bei den Eulen und in der Pfalz, wo ich jetzt lebe und die ich im Sommer besser kennengelernt habe, sehr zufrieden. Sportlich sind wir mit 4:2 Zählern recht ordentlich gestartet. Die Niederlage gegen Minden war bitter, gegen Dresden hatten wir etwas Glück und in Konstanz wurden wir unserer Favoritenrolle gerecht“, sagt Leun.

Gegen die noch punktlosen Nettelstedter erwartet Leun in der Friedrich-Ebert-Halle eine „Hammeraufgabe“. „Diese erfahrene Mannschaft steht unter Druck und will uns zu Hause die Punkte wegnehmen. Da haben wir etwas dagegen. Das geht aber nur mit einer hochkonzentrierten Leistung in allen Mannschaftsbereichen“, sagt Leun und rechnet wieder mit einem offenen Schlagabtausch.

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