Sport Mit mentaler Stärke zurück im Turnier

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Na also, geht doch: Die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Britta Büthe, Olympia-Neulinge aus Stuttgart, kamen in ihrem zweiten Match an der Copacabana zum ersten Sieg. Gegen die Niederländerinnen Jantine van der Vlist und Sophie van Gestel siegten sie 2:0 (21:19, 21:14).

Jetzt sind sie in Rio angekommen. In einem Turnier, das ihnen im letzten Vorrundenspiel heute gegen das kanadische Duo Sarah Pavan/Heather Bansley den Weg ins Achtelfinale ebnen soll. „Wir sind eben eine Turniermannschaft. Wir haben in jedem Turnier ein Spiel, in dem wir nicht so gut sind. Das haben wir clever gemacht, dass wir das im ersten Spiel genommen haben“, sagte Britta Büthe grinsend, „ab jetzt geht es los.“ Nach ihrer Auftaktniederlage gegen Joana Heidrich/Nadine Zumkehr aus der Schweiz standen sie mit dem Rücken zur Wand. Aber sie spielten deutlich konzentrierter, lagen im ersten Satz meist vorn, konnten die 9:6- und 12:9-Führung aber nicht früh genug nutzen. Die Niederländerinnen machten einige Aufschlagfehler, nach 19 Minuten hatten Borger/Büthe den Satz im Sack. Im zweiten Satz brauchten sie nur 13 Minuten, bis sie beim 20:13 sechs Matchbälle hatten, von denen sie den zweiten durch den Aufschlag ins Aus von van Gestel geschenkt bekamen. „Wir haben geschafft, wir selbst zu sein. Da ist noch Raum nach oben“, sagte Karla Borger, „wir waren so unglaublich hektisch im ersten Spiel und heute deutlich entspannter, das hat man uns auch in den Gesichtern angesehen. Ich bin stolz auf uns heute.“ Borger glaubt, dass da noch mehr geht: „Wir haben ziemlich viel mit Köpfchen gespielt, das gibt uns wirklich mehr Selbstvertrauen.“ Britta Büthe, die Pfälzerin aus Böhl-Iggelheim, gab sich enorm erleichtert: „Wir wollen da weitermachen, was wir uns die letzten zwei Tage mental erarbeitet haben. Wir waren relativ weit unten nach dem ersten Spiel. Wir können viele Sachen noch besser, zum Beispiel im Aufschlag und im Zuspiel variabler sein“, sagte Büthe. Sie hätten viel miteinander geredet, was eine große Stärke von ihnen sei, „dass wir unsere Gedanken teilen können“. Die beiden kannten durch ihre schwierige Olympiaqualifikation auf dem Weg nach Rio ähnlich kritische Situationen, die sie meisterten. Beide deutsche Duos haben ein Apartment an der Copacabana, das der Verband im Zusammenspiel mit dem DOSB angemietet hat, weil der Weg hinaus ins Olympische Dorf doch aufwändig ist. Aber Britta Büthe sagte nach dem Sieg, sie wolle „heute mal im Dorf schlafen“, um auch diese Atmosphäre ein bisschen mitzunehmen. Das zweite deutsche Paar, die Europameisterinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, haben auch ihr zweites Vorrundenspiel locker gewonnen. Gegen das kanadische Duo Jamie Broder/Kristina Valjas feierten sie einen 2:0 (21:17, 21:11)-Sieg. „Einfach war es nicht. Aber es hat heute vieles richtig gut geklappt“, sagte Walkenhorst, Ludwig ergänzte: „So kann es weitergehen.“ Sie führen die Gruppe D an und sind auch im letzten Vorrundenspiel heute gegen die Italienerinnen Marta Menegatti und Laura Giombini die Favoriten. |ku

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