Bundesliga Wackelt Werner in Leipzig? «Gar keinen Druck» bei Vertrag

Ole Werner (r) und Marcel Schäfer (l)
Neuer Vertrag für Ole Werner? Sporchef Marcel Schäfer (l) hat keine Eile. (Archivbild)

Champions League geschafft, Vertrag bis 2027 – und doch Unsicherheit: Warum eine Vertragsverlängerung für Leipzigs Trainer Ole Werner trotz Erfolgs kein Automatismus ist.

Leipzig (dpa) - Eine schnelle Vertragsverlängerung von Trainer Ole Werner bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig steht offenbar infrage. Sportchef Marcel Schäfer äußerte sich in einem Interview mit der «Sport-Bild» zurückhaltender als in der Vergangenheit. «Der Prozess der Saisonanalyse und der Ausblick auf die Zukunft werden sicher noch etwas dauern», sagte der 41-Jährige. «Wir haben auch gar keinen Druck, weil Ole ja noch bis 2027 unter Vertrag steht.»

Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Champions League hatte sich Schäfer offensiver geäußert. «Er ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Wir haben immer ein Interesse daran, eine erfolgreiche Zusammenarbeit fortzuführen», hatte der Ex-Profi vor rund einem Monat gesagt.

Zweifel bei Red Bull?

Zuletzt war bei «Bild» und Sky darüber berichtet worden, dass man in der Zentrale des Investors Red Bull Zweifel an Werner habe - Schäfer aber verlängern wolle. Nun ordnete der Manager die Arbeit des Trainers mit einem mehrdeutigen Satz ein: «Mit seiner Ruhe und Sachlichkeit hat er uns in der Phase, in der wir waren, sehr gutgetan.»

Oliver Mintzlaff und Jürgen Klopp
Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff und Jürgen Klopp zweifeln offenbar an Leipzig-Trainer Werner. (Archivbild)

Die Möglichkeit eines klaren Bekenntnisses zu Werner - gerade mit Blick auf die Spekulationen - ließ Schäfer ungenutzt. Werner hatte nach dem letzten Saisonspiel betont, dass er sich in Leipzig wohlfühle. «Ich glaube, dass wir einen guten Job gemacht haben. Dass wir die Punkte, die wir als Aufgabe mit in die Saison genommen haben, erfüllt haben. Schauen wir mal, was der Sommer bringt», sagte der Coach.

Der im vergangenen Sommer aus Bremen gekommene 38-Jährige hat den Umbruch erfolgreich gemeistert und der Mannschaft eine neue Spielidee verschrieben. Mit Platz drei erfüllte Werner die Vorgabe des mächtigen Aufsichtsratschefs Oliver Mintzlaff, sich für die Königsklasse zu qualifizieren. Mit 65 Punkten verpasste RB den eigenen Punkterekord nur um zwei Zähler.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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