Handball
Jerome Müller vor dem Duell gegen die Eulen: „Wir haben eine schlechte Phase“
Herr Müller, am Samstag hat ihr Team zu Hause unerwartet gegen Schlusslicht HSC Coburg verloren, am Montag war gleich mal das Training vorverlegt. Wie kam’s?
Wir haben vor dem Training etwas länger Video geschaut als sonst und uns noch mal Szenen des Spiels angeschaut, die nicht gut waren. Das war absolut notwendig – und leider waren es ziemlich viele. Wir haben gerade eine schlechte Phase und hatten uns gegen Coburg was anderes erhofft. Wir haben ja noch 5:3 geführt, aber dann wollten wir zu schnell zu viel. Die Coburger haben’s dann mit dem guten Torwart Konstantin Poltrum clever runtergespielt. Wir brauchen Geduld und wieder mehr Vertrauen in die eigenen Stärken.
Sie waren im Oktober des Vorjahres am Coronavirus erkrankt. Wie geht es Ihnen heute körperlich?
Ich hab die Diagnose am 15. Oktober, ausgerechnet an meinem Geburtstag, bekommen. Und ich muss sagen, im November, Dezember hatte ich da richtig dran zu knabbern. Körperlich bin ich jetzt zwar wieder bei 100 Prozent. Aber mein Geruchssinn ist noch betroffen. Die Ärzte sagen, dass es noch Zeit braucht, bis der voll wieder da ist.
Am Donnerstagabend geht’s, wieder zu Hause, gegen ihren Ex-Klub, die Eulen Ludwigshafen. Was erwarten Sie?
Ich glaube, fast jeder von uns hat am Sonntag das Spiel der Eulen in Göppingen im Fernsehen gesehen und registriert, dass die Eulen das 60 Minuten lang offen gehalten haben. Es wird definitiv ein schweres Spiel. Aber wenn wir da unsere eigenen Stärken wieder aufs Parkett bringen können, haben wir, glaube ich, gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.
Eulen-Trainer Ben Matschke hofft in Stuttgart auf die „letzten drei Prozent“.
