Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Erst testen, dann spielen

Der torgefährlichste FKP-Spieler: Dennis Chessa (in Blau), hier mit Carlo Boukhalfa vom SC Freiburg.
Der torgefährlichste FKP-Spieler: Dennis Chessa (in Blau), hier mit Carlo Boukhalfa vom SC Freiburg.

Sechs Wochen ruhte wegen der Corona-Krise in der Regionalliga Südwest der Fußball, nun geht es, da auch Rheinland-Pfalz Liga vier zur Profiklasse erklärte, ohne Zuschauer weiter. Den Anfang macht am Freitag (18.30 Uhr) die Partie des FK Pirmasens gegen den VfB Stuttgart II.

„Die Politik schränkt mehr und mehr ein, aber wir spielen wieder. Es ist schon eine merkwürdige Situation“, sagt FKP-Trainer Patrick Fischer. Rein sportlich sei er „natürlich froh, dass es weitergeht“. Kein Spieler habe Bedenken wegen einer eventuellen Infektion geäußert.

Seine Mannschaft machte bereits vergangene Woche einen PCR-Test, da sie sonst das Vorbereitungsspiel bei den Zweitliga-Profis des Karlsruher SC nicht hätte bestreiten dürfen. Für die Regionalliga reicht ein weitaus billigerer Schnelltest. Dieser darf beim Anpfiff nicht älter als einen Tag sein. Deshalb änderte Fischer auch seinen Trainingsplan.

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Training am Vortag

Normalerweise ist bei den Pirmasensern der Tag vor einem Spiel frei. Doch wegen der Corona-Tests, die ein geschulter Mannschaftsbetreuer mit medizinischen Kenntnissen vornimmt, trifft sich das Team nun am Donnerstag zum – in der Intensität reduzierten – Abschlusstraining fürs Spiel am Freitag gegen die punktgleichen Stuttgarter.

Der FKP belegt aktuell mit 15 Zählern aus zwölf Spielen den zwölften Platz in der 22er-Liga, sechs Absteiger gibt es. Der Puffer zur Abstiegszone ist nicht groß, zumal dort einige Teams erst zehn- oder elfmal gespielt haben. Und der Nichtabstieg ist einmal mehr das Pirmasenser Saisonziel.

Wer spielt auf den Außenbahnen?

Die übliche Gegner-Beobachtung war den FKP-Scouts in den letzten Wochen nicht möglich, es bleibt daher das Videomaterial von den Spielen des VfB II im Oktober – „und das haben wir intensiv studiert“, wie Fischer sagt. Die Stuttgarter, bei denen im Angriff der Ex-Waldhöfer Marcel Sökler gesetzt ist, gelten als sehr spielstark.

Personell hat Fischer insbesondere auf den Außenbahnen die Qual der Wahl: „Das sind schwierige Entscheidungen.“ Innenverteidiger hat er allerdings derzeit nur zwei, da Yannick Grieß nach einem Muskelfaserriss noch nicht wieder einsatzfähig ist.

Nur acht Tage Weihnachtspause

Nach der Partie gegen Stuttgart folgen für den FKP noch die Spiele am nächsten Dienstag bei Astoria Walldorf und am 19. Dezember gegen den Bahlinger SC. Dann ist nur acht Tage Weihnachtspause. Ab 28. Dezember trainiert Fischers Elf bereits wieder, denn am 9. Januar soll ja gegen Bayern Alzenau gespielt werden. Abzuwarten bleibt, in welchem Zustand sich der berüchtigte Rasen auf der Husterhöhe beim Winterfußball befindet.

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