Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Konzentriert ins Schlüsselspiel

Will auch am Sonntag gegen Tusem Essen jubeln: Eulen-Torwart Martin Tomovski.
Will auch am Sonntag gegen Tusem Essen jubeln: Eulen-Torwart Martin Tomovski.

Es ist eine ganz wichtige Partie im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga. Am Sonntag empfangen die Eulen Ludwigshafen das Tabellenschlusslicht Tusem Essen. Trainer Ben Matschke sieht sein Team vor allen Dingen in einem Punkt gefordert.

Keine Frage: Der 29:26-Sieg beim TVB Stuttgart am Donnerstag voriger Woche tat gut. „Die Stimmung war aber auch davor nicht schlecht“, sagt Eulen-Trainer Ben Matschke. Doch das Gefühl, auswärts bei einem Team aus dem Tabellenmittelfeld nicht nur mitzuhalten, sondern zu gewinnen, war eben ganz wichtig für die Mannschaft. „Wir haben gemerkt, dass unser Konzept, dass unser Plan gut passt“, sagt Matschke. Und die Eulen hatten Lösungen. Die Stuttgarter Abwehr hatte sich auf den wurfstarken Hendrik Wagner fokussiert – so entstanden Räume für Rechtsaußen Pascal Durak, der sieben Tore warf.

Ein Sonderlob gibt es von Matschke im Rückblick auch noch einmal für Kreisläufer Christian Klimek, ebenfalls siebenfacher Torschütze. „Er war in der Abwehr wie im Angriff ganz wichtig für uns“, sagt der Eulen-Trainer. Besonders vor der Pause hatte es ihm auch die Leistung von Torhüter Martin Tomovski angetan.

Tomovski oder Škof? Das Bauchgefühl entscheidet

Ob dieser am Sonntag (16 Uhr) gegen Essen wieder zu Beginn zwischen den Pfosten steht oder Routinier Gorazd Škof starten wird, will Matschke kurz vor dem Spiel festlegen. „Da werde ich mein Bauchgefühl entscheiden lassen“, erzählt der 38-Jährige. Er wird am Sonntag in der Friedrich-Ebert-Halle alle Spieler dabei haben. Das ist wichtig in diesem Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Die Eulen haben als Drittletzter nach 17 Spielen 8:26 Punkte. Tusem Essen (5:25 Zähler aus 15 Spielen) ist nach dem 27:26-Sieg des HSC Coburg am Donnerstagabend gegen den HC Erlangen auf den letzten Platz abgerutscht.

Die Ergebnisse der Konkurrenz interessieren Matschke nur am Rande. „Wir schauen auf unsere Spiele, auf die Partien gegen Essen, gegen Balingen, gegen Minden. Da wollen wir da sein“, betont der 38-Jährige. Gegen den Aufsteiger soll am Sonntag ein Sieg her. „Es wird ein schwieriges Spiel. Sie spielen einen schnellen Ball. Wir müssen vor allen Dingen unseren Rückzug verbessern.“

Was nicht wieder passieren darf

Sein Team sah Matschke in dieser Woche sehr konzentriert arbeiten. Bei der Analyse des Stuttgart-Spiels wurden nicht nur die positiven Dinge angesprochen. „Wir haben auch in 20 Minuten 18 Gegentore gekriegt.“ Das darf am Sonntag nicht passieren.

„Wir müssen das Spiel holen“, meinte Hendrik Wagner direkt nach dem Erfolg in Stuttgart. Da zeigte sich auch Pascal Durak zuversichtlich: „Wir gehen mit einem guten Gefühl in das Spiel gegen Essen.“ Der 28-Jährige ist angetan davon, wie die Eulen im Training arbeiten. „In keinem Jahr habe ich so fest an den Klassenerhalt geglaubt, wie diesmal“, sagte der Rechtsaußen, der in dieser Saison bislang 52 Tore – davon 27 Siebenmeter – erzielt hat. Mit einem Heimsieg am Sonntag in der Friedrich-Ebert-Halle gegen Tusem Essen würde der Glaube sicher nicht geringer werden.

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