Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein schöner Ausklang für die Eulen Ludwigshafen

Gab zum letzten Mal den Vorsängr bei der Humba: Jannek Klein.
Gab zum letzten Mal den Vorsängr bei der Humba: Jannek Klein.

Die Spieler der Eulen Ludwigshafen sind am Sonntag zum Abschlusstrip nach Ibiza aufgebrochen. Dabei haben sie Erinnerungen an: den 35:30-Sieg gegen den HSC 2000 Coburg, Tabellenplatz acht und eine emotionale Feier in der Friedrich-Ebert-Halle.

Es war Jannek Kleins letzte Amtshandlung. Der Vorsänger der Eulen, der Mann der Humba, die nach Siegen in der Friedrich-Ebert-Halle aufgeführt wird, suchte seinen Nachfolger und ließ die Zuschauer entscheiden. Am lautesten klatschten sie bei Kian Schwarzer. Der Linksaußen konnte es nicht glauben, dass die Wahl auf ihn fiel. Ein Saarländer gibt nun den Ton beim Pfälzer Handball-Zweitligisten an ...

Ein wichtiger Nebeneffekt

Ein Sieg, natürlich via Berg- und Talfahrt erreicht, die Verabschiedung der Spieler Tom Bergner, Jannek Klein, Julius Meyer-Siebert, Kasper Manfeldt Hansen und dem kranken Pascal Durak nebst einer kleinen Feier im Foyer der Halle, die Eulen haben sich ordentlich aus der Saison verabschiedet. Wichtig: Platz acht berechtigt, auch in der nächsten Saison im DHB-Pokal zu spielen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft und der Entwicklung, die man gesehen hat. Wir hatten gegen Coburg mit Frederik Zepp einen B-Jugendlichen auf dem Feld. Ich bin optimistisch, dass wir mit dem Konzept, junge Spieler heranzuführen, wir haben wirklich viele junge Gute, Identität schaffen und ein neues Grundgerüst aufbauen. Mit Spielern, die genau wissen, was es heißt, das Eulen-Trikot zu tragen“, bilanzierte Trainer Johannes Wohlrab, der unmittelbar vor der Saison vom TV Hüttenberg kam, keinen Einfluss mehr auf die Kaderplanung hatte.

Das Spiel von Mex Raguse

Die Partie gegen Coburg, in der Ziga Urbic vor der Pause glänzend hielt, war noch einmal das Spiel von Mex Raguse, dem neunmaligen Torschützen. Er war der Spieler der Saison bei den Eulen, auch wenn er im zweiten Durchgang der Spielzeit aufgrund von kleineren Krankheiten nicht immer an die Leistungen der Hinrunde kam. Der Neuzugang vom Ligarivalen VfL Lübeck-Schwartau schlug toll ein. „Der letzte Sieg war wichtig für die Fans und die Jungs, die uns verlassen. Die letzten Wochen waren nicht einfach. Wir haben unglücklich Punkte liegen lassen. Wir hatten echt gute Spiele dabei, aber alles in allem war es echt zu durchwachsen. Wir waren zu inkonstant, daran müssen wir arbeiten. Wir haben unser Saisonziel verfehlt, so ehrlich muss man sein“, erklärte der Rückraumspieler. Er kam auf 183 Tore und 113 Assists. Klasse.

Auch Jannek Klein zeigte, warum sich Bob Hanning für ihn entschieden hat und ihn zu den Füchsen Berlin und dem 1. VfL Potsdam holt. Für ihn stehen 157 Tore und 101 Vorlagen zu Buche. Sehr gut aufgestellt waren die Eulen auf den Außenpositionen. Kian Schwarzer oder Tim Schaller (beide links), Alexander Falk oder Theo Straub (beide rechts), einer aus dem Tandem zeigte immer Flagge. „Wir haben es nie richtig geschafft, mal fünf, sechs Spiele am Stück zu gewinnen“, sagte Alexander Falk.

Mats Grupe: eine junge Mannschaft

„Wir hatten Spiele, in denen alles gelaufen ist, auch auswärts, dann hatten wir Spiele mit vielen Fehlern. Aber wir waren auch eine junge Mannschaft. Wir werden alles daran setzen, dass wir nächste Saison besser sind“, sagte Torhüter Mats Grupe, der phasenweise sein großes Talent andeutete.

Geschäftsführerin Lisa Heßler resümierte: „Wir haben das in der Winterpause seitens der Mannschaft ausgegebene Ziel Platz sechs nicht erreicht. Das Team hat gewiss gezeigt, wie viel Potenzial wir haben, konnte dies aber nicht konstant abrufen.“ Wirtschaftlich werden die Eulen die Saison „mit Zielerfüllung“ abschließen.

„Wir von den Gesellschaftern sind enttäuscht. Wir haben uns etwas anderes vorgestellt. Der Trainer hat sich mit seiner Vorgabe weit aus dem Fenster gelehnt“, sagte Gesellschafter Rudolf Heßler.

Einen Kommentar zur Eulen-Bilanz lesen Sie hier.

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