Kommentar
Die deutschen Handballer zahlen Lehrgeld
Das hat am Montagabend noch nicht gereicht. Die deutsche Mannschaft verlor im letzten WM-Hauptrundenspiel gegen das Top-Team Norwegen 26:28, weil sie viel zu viele Chancen vergab, leichte Fehler machte, erst nach der Pause in der Abwehr gut arbeitete. Das Team, zeitweise zu flatterhaft, muss rasch seine Lehren aus der Niederlage ziehen. So reicht das noch nicht gegen ein Weltklasse-Team.
Die deutsche Auswahl muss sich im Viertelfinale steigern, um gegen den Favoriten Frankreich eine Chance zu haben. Ein Juri Knorr wird da nicht genügen. Ein Juri Knorr und ein Andreas Wolff zwischen den Pfosten werden da nicht genügen. Das Team braucht Philipp Weber, Kai Häfner, die Erfahrenen. Der Berliner Paul Drux, noch nicht richtig im Turnier, fehlte erkrankt, womöglich hätte seine Robustheit der Mannschaft gut getan.
Vielleicht ist das Team noch nicht so weit
Die Franzosen haben einen Ruhetag mehr. Sie gaben sich bislang keine Blöße. Die deutschen Spieler hinterließen bislang einen ausgezeichneten Eindruck bei der Weltmeisterschaft. Aber die Mannschaft ist jung, sie ist unerfahren im Vergleich zu Nationen wie Norwegen, Dänemark, Frankreich. Sie hat einen sehr guten Weg eingeschlagen. Aber es ist durchaus möglich, dass am Mittwoch im Viertelfinale das Aus kommt. Vielleicht istdas Team noch nicht ganz so weit, vielleicht muss das Team gegen die Großen klein beigeben.
Bundestrainer Alfred Gislason hätte lieber gegen Spanien gespielt. Er weiß, was kommt. Die letzten Schlüsselspiele, bei den Olympischen Spielen und bei der WM 2019 gingen verloren. Wie schön wäre eine Überraschung!
