Rheinland-Pfalz
Zur Sache: Die Klinik in Rodalben
Die Geschichte des Rodalber Krankenhauses reicht bis in den Anfang des vorigen Jahrhunderts zurück und ist eng verbunden mit dem Engagement der katholischen Kirche.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte das Krankenhaus viele Patienten und musste erweitert werden. So wurde die Anzahl der Betten nach und nach aufgestockt von 98 im Jahr 1946 auf 125 Betten 1954 und 183 im Jahr 1961. 1966 gab der Elisabethen-Verein, bis dahin Träger des Krankenhauses, die Trägerschaft an die St.-Elisabeth-Stiftung Rodalben. Eine wichtige Rolle spielte die Ausbildung von Pflegekräften. Dafür wurde sogar eigens ein Schwesternheim gebaut. Bis heute wurden in Rodalben laut Krankenhaus 500 Krankenschwestern und -pfleger ausgebildet.
2001 wurde die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe geschlossen, da der Landeskrankenhausplan eine stetige Reduzierung der Bettenzahl in diesem Bereich vorschrieb. Die finanzielle Lage des Krankenhauses verschlechterte sich weiter. 2004 übernahm die Marienhaus GmbH die Betriebsführung des Rodalber Krankenhauses. 2005 wurden die leerstehenden Wohnräume des ehemaligen Schwesternwohnheims als Verwaltungsräume umgenutzt, zuvor war ein Teil des Schwesternwohnheims bereits zur Unterbringung einer Kurzzeitpflegeeinrichtung und der Physiotherapie genutzt worden.
Einen Ruf weit über die Südwestpfalz hinaus hatte sich die Orthopädie des Rodalber Krankenhauses unter dem früheren Chefarzt Helmut Schläfer erarbeitet. Er ging 2016 nach 21 Jahren als Leiter der Orthopädische Abteilung in den Ruhestand. Unter seiner Ägide war die Klinik nicht zuletzt eine der ersten Anlaufstellen für die Profis des FCK, wenn sie orthopädischen Rat suchten.
