Neues aus der Redaktion Zum Jahreswechsel gehen Führungskräfte

Rolf Schlicher leitet seit 20 Jahren das Südwestressort.
Rolf Schlicher leitet seit 20 Jahren das Südwestressort.

In der Redaktion der RHEINPFALZ tut sich zum Jahreswechsel einiges – personell und organisatorisch. Auch unsere Produkte verändern sich und Neues kommt hinzu. Von Chefredakteur Michael Garthe

Im RHEINPFALZ-Verlag ist es nicht anders als in vielen Unternehmen in der Pfalz. Die Alterspyramide steht auf dem Kopf, das heißt: Es gibt mehr ältere und zu wenig junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die RHEINPFALZ-Redaktion gehörte in den 1990er-Jahren nach einer kräftigen Reform zu den jüngsten Redaktionen in Deutschland. Jetzt sind wir gemeinsam alt geworden. Vor allem viele Führungskräfte erreichen 2020 und 2021 das Rentenalter.

Rolf Schlicher, seit 20 Jahren Leiter unseres Südwestressorts, das die Berichterstattung über die Pfalz und Rheinland-Pfalz produziert, geht zum Jahresende in Rente. Er ist unser Pfalzkenner par excellence. Weil er vorher auch acht Jahre lang unsere Ludwigshafener Rundschau leitete, gelang ihm aus der Zentralredaktion heraus eine gute Vernetzung mit allen 13 Lokalredaktionen. Nach 28 Jahren als Chef unserer Lokalredaktion in Kaiserslautern geht Hans-Joachim Redzimski in die passive Phase seiner Altersteilzeit. Er, der Lautern kennt wie kaum ein anderer, hat unsere „Pfälzische Volkszeitung“ so geprägt wie keiner seiner Vorgänger. Allein mit Rolf Schlicher und Achim Redzimski verlieren wir zusammen also fast 60 Jahre Führungserfahrung. Und das nur wenige Monate nach den Generationswechseln in der Führung der Ressorts Politik und Wirtschaft sowie in unserer Sportredaktion. Schon bald im neuen Jahr werden die Leitungen in unseren Lokalredaktionen in Pirmasens und Speyer neu zu besetzen sein.

Kooperationsdesks für benachbarte Lokalredaktionen

Auch Fachkompetenzen müssen wir neu aufbauen. Martina Röbel, seit 27 Jahren im Südwestressort für Weinbau, Landwirtschaft und Tourismus zuständig und seit Jahrzehnten unsere Beobachterin bei den Wahlen zur Pfälzischen und zur Deutschen Weinkönig hat das Rentenalter erreicht. Ebenso ist es mit Christine Nöth-Häuser, die seit 1994 in unserer Lokalredaktion in Grünstadt arbeitet und so viel Wissen über die Stadt und die Unterhaardt angesammelt hat wie niemand sonst in der Redaktion.

Die personellen Wechsel gehen einher mit organisatorischen Veränderungen. Wir schaffen Kooperationsdesks für je zwei bis drei benachbarte Lokalredaktionen, an denen unsere digitalen Produkte beliefert und die Printseiten gemeinsam produziert werden. Wir trennen künftig also in Blattmacher und Autoren, um den gestiegenen Anforderungen im digitalen Zeitalter gerecht werden zu können. Die meisten Blattmacher und Autoren wechseln aber einander in festen Rhythmen ab.

Bewährter Grundsatz „Die Pfalz zuerst“

In der Zentralredaktion in Ludwigshafen schaffen wir eine neue „Pfalz-Redaktion“. Sie setzt sich zusammen aus dem bisherigen Südwest-Ressort und unserer Online-Redaktion. Nach unserem bewährten Grundsatz „Die Pfalz zuerst“ wird sie alle Kanäle beliefern. Rebecca Ditt wird die Pfalz-Redaktion leiten.

Wir rüsten uns damit und mit anderen Reformen auch für neue Produkte: Der kostenlose Newsletter der Chefredaktion jeden Donnerstag ist schon auf Sendung und mit unserem vierzehntäglichen Podcast „Alles Böse“ über Kriminalität in der Pfalz sind wir am Dienstag gestartet. Wir werden unseren Pfalz-Ticker und unsere Live-Ticker zu wichtigen Ereignissen ausbauen. Nicht zuletzt wird es inhaltliche Veränderungen in unseren gedruckten Produkten geben, etwa in der Fernsehberichterstattung. Aber darüber werde ich kommende Woche an dieser Stelle berichten.

Hans-Joachim Redzimski geht nach 28 Jahren als Chef der Lokalredaktion in Kaiserslautern.
Hans-Joachim Redzimski geht nach 28 Jahren als Chef der Lokalredaktion in Kaiserslautern.
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