Rheinland-Pfalz
Nach Massenschlägerei: Weingarten räumt Irrtum ein
Das sagte Weingarten nach Gesprächen mit der Polizei und dem Kirner Bürgermeister Frank Ensminger (FDP) am Mittwoch. Auch seine Behauptung, Kirn und Bad Kreuznach seien „ausgesprochene Rückzugsorte für Organisierte Kriminalität“ aus dem Rhein-Main-Gebiet, nahm er zurück. Weingarten wohnt in Alsenz (Donnersbergkreis), vertritt aber den Wahlkreis Bad Kreuznach in Berlin.
Wie am Mittwoch berichtet, hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) die Darstellung zurückgewiesen, dass kriminelle Familienclans Rheinland-Pfalz als Rückzugsort nutzen.
In Kirn waren in der Nacht zum Dienstag etwa 15 bis 20 Personen zweier syrischer Familien in eine Schlägerei verwickelt, zum Einsatz kamen auch Eisenstangen und Baseballschläger. Sieben Personen wurden verletzt, drei davon schwer. Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe gebildet und bereits Wohnungen von Beschuldigten durchsucht, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Bad Kreuznach, Gerd Deutschler, auf Anfrage. Nach bisherigen Erkenntnissen liegt die Ursache für die Auseinandersetzung in privaten Familienstreitigkeiten, in die der Nachwuchs möglicherweise besonders involviert ist. Beschuldigt sind laut Deutschler bisher zehn Personen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren, darunter sind vier Frauen. Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch und Körperverletzung vorgeworfen.