Kommentar Die BASF und die Politik machen sich angreifbar

Die BASF hat in ihrem Impfzentrum in Ludwigshafen mit den Impfungen von Mitarbeitern der Priorität 3 begonnen. Wie viele das bis
Die BASF hat in ihrem Impfzentrum in Ludwigshafen mit den Impfungen von Mitarbeitern der Priorität 3 begonnen. Wie viele das bisher sind, sagt der Konzern nicht.

Menschen fordern zu Recht Offenheit in der Impfkampagne. Wer die verwehrt, fördert das Misstrauen.

Jetzt, da Corona-Impfstoff auch hierzulande immer noch knapp ist, hinterfragen viele kritisch, wie die Verteilung erfolgt und ob alles mit rechten Dingen zugeht. Warum sind jetzt schon Menschen aus „Prio 3“ an der Reihe, obwohl die Über-70-Jährigen noch nicht einmal zur Hälfte eine Erst-Impfung haben? Dass der Prozess gruppen-übergreifend erfolgt, macht organisatorisch Sinn. Für die Akzeptanz in der Bevölkerung aber braucht es dafür Transparenz. Und die haben weder Ministerium noch BASF bewiesen. Man muss keine Neiddebatte eröffnen darüber, warum in Ludwigshafen bereits junge, gesunde Labormitarbeiter geimpft werden, während kranke Alte noch ohne Termin sind. Wer aber Zahlen nicht offenlegt, macht sich angreifbar – vor allem wenn es auch um wirtschaftliche Vorteile geht.

x