Kommentar Der Ausdruck „permanente Gefährdung von Kindeswohl“ ist starker Tobak
Der Kita-Fachkräfteverband vergreift sich bei seiner Kritik an den schlechten Bedingungen im Kindergartenalltag in der Wortwahl, wenn er davon spricht, dass sogar das Wohl der Kinder in der Kita permanent gefährdet sei. Wenn zu wenige Erzieher sich um zu viele Zwerge kümmern müssen, können „schwierige“ Kinder aus dem Blick geraten. Kinder in echter Not werden – hoffentlich – auch dann gesehen, wenn kaum Zeit ist. Dazu arbeiten schließlich Experten in der Kita. Gleichwohl deutet die Kritik in die richtige Richtung, es gibt viel zu verbessern. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat dafür bisher weder die richtige Analyse noch das richtige Rezept.
