Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Vor dem Tierkauf informieren

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Künftige Tierhalter sind verpflichtet, sich vor der Wahl einer Rasse über Qualzucht und ihre Auswirkungen zu informieren.

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos! Man kennt das Zitat des bekennenden Mops-Fans Loriot. Er ahnte nicht, dass sein Lieblingshund einmal zur Moderasse werden würde mit immer größeren Kulleraugen, aber immer kürzeren Schnauzen. Atemlosigkeit und Augenprobleme sind nur zwei der gesundheitlichen Baustellen, die bei kurzschnäuzigen Hunde- und Katzenrassen auftreten können. Würde ein Mensch so schnarchen wie viele dieser Tiere, würde man ihn des Schlafzimmers verweisen und zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt schicken. Bei ihren Tieren finden das viele Besitzer niedlich. Verrückte Haustierwelt!

Bleiben wir beim Mops, der aktuell beim Verband für das Deutsche Hundewesen auf Platz 50 der beliebtesten Hunderassen steht. In den Rassestandards des Weltverbandes der Hundezüchter, der Fédération Cynologique Internationale (FEI), wird unter anderem gefordert: „Zusammengedrückte Nase und starke Faltenbildung auf dem Nasenrücken sind unakzeptabel und sollten schwer bestraft werden.“ Trotzdem sind diese Rassestandards nicht bindend, wenn ein Züchter zum Beispiel außerhalb der Kontrolle eines Verbandes unterwegs ist. Man denke nur an die sogenannten Wühltischwelpen, die unter fürchterlichsten Bedingungen vermehrt werden. Nur auf eine Kontrolle durch oft überlastete Ordnungsämter zu bauen, ist keine Option.

Es bleibt in der Verantwortung aller Tierhalter, sich sehr genau anzuschauen, welche Rasse infrage kommt und ob ein Tier Merkmale von Qualzucht zeigt. Nicht nur äußerlich – denn Qualzucht kann auch zunächst unsichtbar in den Genen liegen. In Zeiten des Internets gibt es keine Ausrede mehr, davon habe man nichts gewusst.

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