Gesundheit
Zur Sache: Was hat Ohrenschmalz mit Kopfhörern zu tun?

Ohrenschmalz wird in speziellen Drüsen gebildet und besteht in erster Linie aus fettlöslichen Substanzen wie Cholesterin, Wachs und freien Fettsäuren. Es dient insbesondere der Entfernung von Schmutz und abgestorbenen Hautpartikeln. Durch das permanente Tragen von In-Ear-Kopfhörern kann Ohrenschmalz nur noch schlecht abfließen, sodass es sich im Gehörgang ansammeln, verhärten und sich zu einem Pfropfen verdichten kann, der bis zu zehn Dezibel des ankommenden Schalls verschluckt.
Die Lautstärke aus Kopfhörern regt jedoch nicht die Bildung von Ohrenschmalz an. Seine Produktion wird durch die individuelle Veranlagung geprägt. Bei Männern ist sie stärker als bei Frauen. Die Ohrenschmalzdrüsen geben mit zunehmendem Alter immer weniger Sekret ab. Das Schmalz wird trockener, die Selbstreinigung des äußeren Gehörgangs funktioniert dann nicht mehr so gut wie bei jüngeren Menschen.
Ohrenschmalz kann man normalerweise gut mit einem – in Speiseöl getupftem – Kleenex entfernen, das man über den kleinen Finger stülpt, der dann im äußeren Gehörgang behutsam hin und her gedreht wird. Auf keinen Fall sollte man mit Wattestäbchen, Kugelschreibern oder anderen „passenden“ Gegenständen ins Ohr gehen – dadurch können Trommelfell und sogar Gehörknöchelchen zu Schaden kommen.
Bei hartnäckigem und hörminderndem Ohrenschmalz hilft der HNO-Arzt, etwa mit einer Ohrspülung.
