Verbraucher Tipps gegen Hitze: Wie man sicher durch die nächste Hitzewelle kommt
Das Thema Hitze ist aktuell in aller Munde. Nicht nur Medien wie RTL oder NDR haben sich damit beschäftigt. Auch die Fachkräfte Gemeindeschwester plus im Landkreis Südliche Weinstraße haben einige hilfreiche Tipps gesammelt, um auch die nächste Hitzewelle mit über 30 Grad zu überstehen.
Menschenansammlungen vermeiden
Bei größeren Menschenansammlungen ist die Luft schneller verbraucht – das kann besonders bei hohen Temperaturen zu Kreislaufproblemen führen. Wer kann, sollte deshalb auch volle Busse und Bahnen bei Hitze vermeiden oder nicht zu den Stoßzeiten nutzen.
Auf angepasste Hautpflege und Kleidung achten
Helle, luftige und nicht zu eng anliegende Kleidung aus Leinen oder Baumwolle sieht nicht nur schön aus im Sommer – sie kann auch gegen Hitze helfen. Natürlich ist dann auch die Sonnenbrille ein Muss. Die muss nicht unbedingt immer vom Optiker sein. Wichtig: Bei günstigen Modellen sollten Käufer immer darauf achten, dass der Hinweis zum absoluten UV-Schutz (UV400) auf der Brille vorhanden ist.
Bei starker Sonneneinstrahlung empfehlen Experten auch eine Kopfbedeckung zu tragen, die Ohren und Nacken schützt, sowie Schuhe, die den Fußrücken bedecken, um Sonnenbrand zu vermeiden. Ganz wichtig natürlich: Alle freiliegenden Stellen mit Sonnencreme einschmieren. Laut Fachkräfte Gemeindeschwester plus empfehlen Experten, sich eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt im Freien reichlich einzucremen sowie mehrmals täglich nachzucremen. Besonders nachdem man schwimmen war.
Zuviel Sonne und Überanstrengung vermeiden
Zur Mittagszeit ist die Wirkung der Sonne am höchsten. Deshalb sollten körperliche Aktivitäten und Erledigungen in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Dazu zählt zum Beispiel auch die Gartenarbeit. Wer doch mal raus muss über Mittag, sollte direkte Sonne und große Asphalt- beziehungsweise Betonflächen meiden, da diese Materialien Wärme speichern. Ruhepausen einplanen, ist ebenfalls hilfreich.
Wohnräume kühl halten
Fische Luft kommt am besten früh morgens durch ausgiebiges Lüften in die Wohnung. Über den Tag sollten Räume möglichst abgedunkelt bleiben, dann könnten auch die Fenster gekippt bleiben. Um unnötige Wärme zu reduzieren sollte man Fenster verdecken, Lichter und so viele elektronische Geräte wie möglich abschalten über Tag. Übrigens: Teppiche sind Wärmespeicher. Sie sollten deshalb weggeräumt werden.
Ventilatoren und Klimaanlagen sind bei heißen Tagen fast schon unverzichtbar. Ein Gefäß mit Eiswürfeln vor dem angeschalteten Ventilator kann die Wirkung laut Experten noch verstärken. Aber auch feuchte Tücher aufhängen, kann helfen, den Raum zu kühlen.
Nicht nur trinken ist wichtig
Bei hohen Temperaturen sollte man ausreichend trinken - auch ohne Durstgefühl. Um genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist es hilfreich, sich aktiv selbst daran zu erinnern und auch zu trinken, wenn man nicht durstig oder unterwegs ist. Laut Experten sollte man am besten mineralreiche Tafelwasser, Leitungswasser, kalte Kräuter- und Früchtetee, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie leichte Fleisch- und Gemüsebrühen trinken. Die Getränke sollten nicht zu kalt sein, weil es sonst zu Kreislaufbelastungen kommen kann. Weniger geeignet sind alkoholische Getränke, schwarzer Tee, Kaffee sowie stark gezuckerte Limonaden.
Bei starker Hitze ist es nicht nur wichtig, auf Flüssigkeit zu achten. Um zusätzliche Kreislaufbelastungen zu vermeiden, kann auch ein angepasster Speiseplan helfen. Wasserreiches Obst, Salate und Gemüse versorgen den Körper mit Vitaminen, Mineralien und zusätzlicher Flüssigkeit. Wasserreiches Obst sind zum Beispiel Wassermelonen, Grapefruits, Äpfel oder Pfirsiche. Zum wasserreichen Salat und Gemüse zählen etwa Eisbergsalat, Chinakohl, Tomaten, Zucchini und Gurken. Es empfiehlt sich, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen, um den Körper nicht zu sehr zu belasten.
Gesundheitliche Risiken minimieren
Die Fachkräfte Gemeindeschwester plus warnen: Folgen hoher Temperaturen können Kreislaufprobleme, Verwirrtheitszustände, Erbrechen und allgemeine Schwäche sein. Erste Anzeichen sind zum Beispiel Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel oder schlaffe Haut. Um den Körper abzukühlen, können Fußbäder, kühlende Waschungen oder Einreibungen, insbesondere vor dem Schlafengehen, wohltuend sein. Nachts kann es auch helfen, ein leichtes Laken oder die bloße Bettwäsche als Decke zu verwenden.
Wer regelmäßig Medikamente nehmen muss, sollte mit seinem Arzt abklären, ob es bei zu langem Aufenthalt in der Sonne zu Nebenwirkungen kommen kann. Auch bei gesundheitlichen Problemen durch Überhitzung und Sonnenstrahlung ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes oder der Hausärztin kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 angerufen werden. In lebensbedrohlichen Fällen ist der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 anzurufen.