Fitmacher
Bewegung im Einklang mit der Natur
Spätestens seit Greta Thunberg ihren „Skolstrejk för klimatet“ gestartet hat und Tausende Schüler der jungen Schwedin folgen, hat es jeder kapiert: Es steht ernst um unsere Erde. Der Klimawandel ist kein Zukunftsgespenst, sondern in vollem Gange. Ein paar kleine Dinge reichen schon aus, um auch das sportliche Training nachhaltig zu machen.
Fahr Rad
Schon bevor es mit dem Sport losgeht, können wir CO2 einsparen und das Auto einfach stehen lassen. Mit dem Fahrrad, dem öffentlichen Nahverkehr, zu Fuß oder mit der Bahn kommt man meistens genauso gut von A nach B, auch Fahrgemeinschaften bieten sich an. So richtig umweltfreundlich ist natürlich, direkt vor der Haustür zu sporteln.
Nimm Esswasser
Eine Trinkflasche aus Glas oder Edelstahl spart nicht nur Ressourcen, sondern schont auf Dauer auch den Geldbeutel. Deswegen: Nicht jedes Mal im Fitness-Studio oder im Schwimmbad eine neue Plastikflasche kaufen, sondern seine eigene Trinkflasche mitbringen. Das hat auch eine individuelle Note. Und auch für große Sport-Events – die derzeit eher weniger stattfinden – gibt es Alternativen zu Trinkbechern aus Plastik: nämlich kleine essbare Wasserkugeln aus Algen.
Trag Hanf
Viele Hersteller bieten mittlerweile nachhaltige Sportbekleidung an. Herkömmliche Sportbekleidung ist in der Regel auf Erdölbasis hergestellt und die Förderung von Erdöl extrem umweltschädigend. Als klimaschonende Alternativen verwenden die Hersteller nachhaltiger Bekleidung Recycling- und Naturmaterialien wie etwa Hanf und Bio-Baumwolle, Buchenholz oder auch Eukalyptus. Bei fairer und nachhaltiger Kleidung wird bei der Produktion zudem auf giftige Chemikalien verzichtet und auf einen geringen Verbrauch von Ressourcen geachtet. Entsprechende Siegel zeigen den Kunden an, ob nachhaltig produziert wurde.
Lüften reicht
Herkömmliche Sportbekleidung muss deshalb nicht in den Müll wandern. Es hilft schon, diese nach dem Sport nur zu lüften anstatt jedes Mal zu waschen. Denn abgesehen davon, dass viel waschen auch viel Wasser verbraucht, werden bei jedem Waschgang synthetische Stoffe aus der Kleidung gelöst, die letztlich in die Flüsse und Meere gelangen.
Ab Ins Freie
Sport in der Natur ist nicht erst seit der Corona-Pandemie beliebt, doch es gibt Sportarten, die sich besser für draußen eignen als andere. Solche nachhaltigen Sportarten sind etwa Joggen und Wandern, Inliner fahren, Fahrrad fahren, Surfen oder Kanu fahren. Die Liste lässt sich beliebig erweitern – wichtig ist: So wenig wie möglich in die Natur eingreifen und beim Sport keinen Müll hinterlassen. Beispiele für weniger umweltfreundliche Sportarten sind Skifahren und Golfen – gerade das Bewässern von Golfplätzen benötigt unglaublich viel Wasser.
Sammle Müll
Eine der umweltfreundlichsten Sportarten überhaupt ist das Joggen: Man läuft einfach los, verbraucht keinen Strom oder sonstige Energie – außer der körpereigenen – und ist an der frischen Luft. Eine kleine Abwandlung ist das Plogging – hier sammelt der Jogger Müll auf, der auf Wegen und Wiesen entlang seiner Strecke liegt und entsorgt ihn. Müllbeutel, Handschuhe und eventuell eine Zange sollten dafür mitgenommen werden. Die Idee kommt aus Schweden. Dort war ein Mann in Stockholm so genervt von dem herumliegenden Müll, dass er ihn beim Joggen eben einfach aufgesammelt hat. Das Wort Plogging setzt sich zusammen aus dem schwedischen Wort plocka upp (aufheben) und Jogging.