Im Garten
Alpenveilchen retten
Sie stehen in der kühleren Jahreszeit ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Blumenfreunde: Alpenveilchen. Trotzdem werden sie sehr oft Opfer falscher Pflege. Wie kann man lange Freude an ihnen haben?Auf dem Markt sind verschiedene Hybriden des Cyclamen-Persicum in vielen Farben und Größen von weiß über rosa bis zu zweifarbig, von großblütig bis Miniformat. Da die Pflanzen recht preiswert sind, werden sie nach der Blüte oft gleich entsorgt. Das muss aber gar nicht sein, sagt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Ohne große Mühe könne man lange Freude an den Alpenveilchen haben.
Es gilt nur, die häufigsten Fehler zu vermeiden: falscher Standort und falsches Gießen. Alpenveilchen mögen es kühl, hell bis halbschattig und feucht – ein Platz auf der Fensterbank über einem Heizkörper ist daher zu warm, die Luft ist zu trocken. Auch in einer dunklen Zimmerecke verkümmert die Pflanze. Vorsicht ist im kühlen Treppenhaus angesagt – hier herrscht oft Zugluft. Unregelmäßiges und übermäßiges Gießen mit Staunässe bekommt dem Cyclamen ebenfalls nicht.
Kühl und hell stellen
Optimal sind ein kühler Raum mit Temperaturen zwischen 13 und 16 Grad und ein heller bis halbschattiger Standort beispielsweise in einem kalten Wintergarten und an einem Nord- oder Ostfenster. Alternativ kann man das Cyclamen über Nacht in einen kühlen Raum stellen. Wer das Gießen oft vergisst, besorgt sich Bewässerungskegel, stellt die Pflanze in einen Übertopf und füllt den Zwischenraum mit Blähton. Das halte feucht und erhöhe die Luftfeuchtigkeit, so die Experten. Mit Wasser ansprühen sollte man die Blätter nicht.
Ist das Alpenveilchen verblüht, braucht es eine Ruhephase ohne Dünger und mit weniger Wasser. Die Blätter verwelken, alle Kraft geht in die Knolle, die im Topf bleibt, der kühl und nicht zu hell gestellt wird. Sobald sie austreibt, wird umgetopft. Die Knolle solle teils aus der Erde ragen, so der Tipp. Dann stellt man das Cyclamen heller und gießt es häufiger.