Games RHEINPFALZ Plus Artikel „Far Cry 6“ lässt die Spieler auf einer Karibikinsel einen Diktator stürzen

Bevor angegriffen wird, wird ausgekundschaftet.
Bevor angegriffen wird, wird ausgekundschaftet.

Die Karibik. Endlose weiße Sandstrände. Cocktails. Rebellen und ein Diktator. Rebellen und ein Diktator? In „Far Cry 6“ kehrt die Actionspielserie zu den (Palm-)Wurzeln zurück. Schon „Far Cry“ (2004) spielte auf einer – auf den ersten Blick – idyllischen Insel. Ist Yara im Winter 2021 eine Reise wert?

Nun, „El Presidente“ Antón Castillo (gespielt von Giancarlo Esposito, bekannt aus den Serien „Breaking Bad“ oder „The Mandalorian“) führt den Inselstaat Yara mit eiserner Hand. Spielfigur Dani Rojas, wahlweise männlich oder weiblich, will mit Freunden von der Insel flüchten, was allerdings nicht gelingt. Und schon ist Dani Teil der Rebellen.

„Far Cry“-typisch muss die Spielwelt, die wieder riesig ist, nach und nach von Castillos Schergen befreit werden. Klassischerweise werden dazu Außenposten überfallen, Flugabwehrraketen außer Gefecht gesetzt und den Einheimischen geholfen. Die bedanken sich, indem sie bei Feuergefechten immer wieder dazustoßen und dem Spieler helfen. In der Regel ist Dani allerdings alleine unterwegs, schleicht und erledigt Gegner lieber leise (aber blutig mit einer Machete). Denn lösen die Computergegner erst einmal einen Alarm aus, rauschen schnell Lastwagen voller neuer Feinde oder Helikopter mit Elitetruppen an.

Selbst in entlegenen Ecken der Insel gibt’s etwas zu entdecken

Gegen das Militär Yaras zu bestehen, das gestaltet sich trotz einer Vielzahl an Waffen, die oft modifiziert werden können, nicht einfach. Selbstgebaute Flammenwerfer und Bazooka-Rucksäcke sind herrlich abgedrehte Schießprügel, aber nie übermächtig. So bleiben die Gefechte schön spannend.

In „Far Cry 6“ gibt’s wieder in jeder Ecke der Insel etwas zu entdecken. Es macht Spaß, selbst entlegene Winkel zu erkunden und zu sehen, was sich die Spieleentwickler genau für dieses Örtchen haben einfallen lassen. Dazu kommen ein passender Soundtrack mit lateinamerikanischen Klängen und Nebenfiguren, die einem ans Herz wachsen – oder im Falle Castillos für Blutdruck beim Spieler sorgen.

In Zeiten der Pandemie ist „Far Cry 6“ für erwachsene Actionfreunde definitiv ein paar Urlaubstage wert. Ubisoft hat außerdem angekündigt, das Spiel weiter mit neuen Inhalten versorgen zu wollen.

Info

Verlag: Ubisoft

Freigegeben: Ab 18 Jahren

Wertung: 8,5 von 10 Punkten

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