Politik Zur Sache: OPCW heute in Duma

Heute sollen Experten der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) in Duma bei Damaskus eintreffen. Sollte es dort vor einer Woche tatsächlich einen Gasangriff gegeben haben – die USA und Frankreich sind davon überzeugt –, müssten Spuren zu finden sein, sagt der deutsche Chemiker Ralf Trapp, der für die OPCW arbeitet: „Zum Beispiel kann man noch Waffenreste finden mit Spuren des chemischen Kampfstoffes.“ Die Experten können auch Opfer medizinisch untersuchen nach Symptomen, die auf bestimmte Giftstoffe hindeuten. Dass Spuren auch beseitigt worden sein könnten, glaubt Trapp nicht: „Es ist nicht so einfach, Spuren zu beseitigen und Gebäude zu entgiften.“ Außerdem seien da auch noch die Zeugen, Ärzte und Opfer, die den Ermittlern wertvolle Hinweise geben könnten. Vor Ort brauche das Team sicher ein paar Tage, schätzt OPCW-Experte Trapp. Proben von Gewebe oder Umwelt müssen dann noch in OPCW-Labors untersucht werden, was Wochen dauer dürfte. „Insgesamt muss man mit drei bis vier Wochen rechnen.“