Politik Zur Sache: 9. Welttreffen der Familien

Placeholder-Image

Das katholische „Welttreffen der Familien“, zu dem Papst Franziskus nach Dublin reist, ist das neunte seiner Art. Erfunden wurde es – genauso wie die „Weltjugendtage“ – zu Zeiten von Johannes Paul II.; seit 1994 hat es alle drei Jahre stattgefunden. Unter anderem in Rom, auf den Philippinen, in Spanien, in Brasilien und den USA. Papstbesuche sind dabei obligatorisch. Fröhlich-fromme Riesenveranstaltungen dieses Typs sollen die katholische Lehre von Schönheit und Wert der Familie zum Ausdruck bringen und die traditionelle christliche Familie – Vater und Mutter ehelich untrennbar verbunden, dazu die Kinder – als „Hauskirche“ und als Keimzelle der Gesellschaft feiern. Das Treffen in Dublin steht unter dem Motto: „Das Evangelium von der Familie – Freude für die Welt“. Es beschäftigt sich vor allem mit „Amoris Laetitia“, jenem Lehrschreiben von 2016, mit dem Papst Franziskus die Lehre nicht nur bekräftigt, sondern sie in weniger dogmatischer als seelsorgerlicher Perspektive auch „menschlicher“ gemacht und neu akzentuiert hat. Franziskus hat sich dafür enormen Ärger bei den Konservativen in der Kirche eingehandelt. Veranstaltet werden die Weltfamilientreffen vom vatikanischen „Dikasterium (Ministerium) für Laien, Familie und Leben“ unter dem irisch-amerikanischen Kardinal Kevin Farrell (70). Internet www.worldmeeting2018.ie/en/

x