Politik RHEINPFALZ Plus Artikel Unverbesserlich, dieser Präsident

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Mit einer Serie unverhohlen rassistischer Kommentare hat US-Präsident Donald Trump eine Welle der Empörung im amerikanischen Kongress ausgelöst – bisher allerdings fast ausschließlich in den Reihen der Demokraten. Per Twitter hatte er vier junge, aufstrebende Parlamentarierinnen aufgefordert, in ihre Heimatländer „zurückzugehen“ und dabei zu helfen, „die total kaputten und von Kriminalität verseuchten Orte“ in Ordnung zu bringen, aus denen sie gekommen seien. Es sei interessant zu beobachten, schrieb er in einem anderen Tweet, dass „progressive“ demokratische Abgeordnete, die aus Ländern stammten, deren Regierungen die schlimmsten, korruptesten und unfähigsten auf der ganzen Welt seien, dem Volk der Vereinigten Staaten, der großartigsten und mächtigsten Nation der Welt, lautstark und boshaft vorschreiben wollten, wie ein Staat zu funktionieren habe.

Ohne Namen zu nennen, spielte Trump auf ein Quartett von Politikerinnen an, das erst im November den Sprung in den Kongress geschafft hatte und seither auf dem linken Flügel der Demokraten eine prominente Rolle spielt. Nur wurden drei der vier Frauen, gegen die sich sein Angriff richtet, in den USA geboren. „Herr Präsident, das Land, aus dem ich komme, das Land, dem wir alle unsere Treue schwören, das sind die Vereinigten Staaten“, konterte denn auch Alexandria Ocasio-Cortez, mit 29 die Jüngste, die je ins Repräsentantenhaus gewählt wurde. AOC, wie sie nach ihren Initialen meist nur genannt wird, kam in New York zur Welt. Ihre Mutter war aus Puerto Rico in die Bronx gezogen, wo ihr Vater von Kindheit an gelebt hatte.

Die attackierten Politikerinnen stehen für den demografischen Wandel in den USA

Da die vier häufig gemeinsam auftreten, hat man ihnen den Beinamen „The Squad“ gegeben. Die Mannschaft. Und da ihre Vorfahren nicht aus Europa in die Neue Welt kamen, symbolisieren sie den Wandel in einer Republik, deren sich ändernde Demografie sich allmählich auch in der Zusammensetzung ihrer Institutionen widerspiegelt. Zugleich stehen sie für den Kontrast zu Trump, der die latenten Abstiegsängste weißer Mittelschichtenamerikaner angesichts dieses Wandels zu schüren versteht.

Diesmal fiel Trumps Attacke kaum zufällig auf den Tag, für den er in mehreren Großstädten Razzien gegen Migranten ohne gültige Aufenthaltspapiere – die meisten aus Lateinamerika immigriert – angekündigt hatte. „Sie sind wütend, weil Sie sich ein Amerika, das uns einschließt, nicht vorstellen können“, hält ihm Ocasio-Cortez entgegen.

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