Politik Türkei: Streit um Kurdenfest in Köln

«Istanbul.» Neue Spannungen im ohnehin schon extrem gereizten deutsch-türkischen Verhältnis: Aus Protest gegen ein kurdisches Kulturfestival in Köln hat Ankara am Samstag den deutschen Botschafter ins Außenministerium zitiert. Bei der Veranstaltung sei „Terrorpropaganda“ betrieben worden, kritisierte das Ministerium. Das Auswärtige Amt wollte sich auch gestern nicht zu dem Vorfall äußern. Schon zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, den wirtschaftlichen Druck auf die Türkei erhöhen zu wollen, um eine Freilassung inhaftierter Deutscher zu erreichen. An dem Kulturfestival nahmen am Samstag laut Polizei rund 14.000 Menschen teil. Die Veranstalter sprachen von mehr als 40.000 Teilnehmern. Gefordert wurde unter anderem die Freilassung des zu lebenslanger Haft verurteilten Anführers der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, Öcalan.