Politik Syrien: Tausende verlassen in Bussen belagerte Orte

Damaskus/Moskau. Im Bürgerkriegsland Syrien haben Tausende Menschen nach einem Abkommen zwischen Regierung und Rebellen vier belagerte Orte verlassen. Die Opposition kritisierte dies gestern als Zwangsevakuierung. Die Evakuierung der Orte hatten Medien zufolge Iran und Katar vermittelt. Zugleich legten Russland und die USA in ihrem Streit um den mutmaßlichen Giftgasangriff vom 4. April nach und übten scharfe gegenseitige Kritik. US-Botschafter Kenneth Ward in Den Haag warf Syrien vor, noch immer Chemiewaffen zu besitzen und sie bewusst einzusetzen. Moskau unterstütze Syrien dabei, „die Wahrheit zu verbergen“. Ward nahm an einer Sondersitzung der Organisation für das Verbot der Chemiewaffen (OPCW) teil. Die USA beschuldigen die Regierung in Damaskus, Giftgas gegen die eigene Bevölkerung in der Provinz Idlib eingesetzt zu haben. Zur Klärung des Vorfalls sagte die Regierung in Damaskus der OPCW ihre Unterstützung zu. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf der OPCW jedoch mangelnde Objektivität vor. |dpa