Politik Sergei Skripal geht es besser

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«London». Der frühere russische Doppelagent Sergei Skripal ist nach dem Giftanschlag in Salisbury auf dem Weg der Besserung.

„Er spricht gut auf die Behandlung an, sein Zustand verbessert sich schnell, und er ist nicht mehr in Lebensgefahr“, erklärte die ärztliche Leiterin des Bezirkskrankenhauses in Salisbury, Christine Blanshard, gestern zum Befinden des 66-Jährigen. Skripal und seine Tochter, deren Zustand ebenfalls als stabil gilt, waren am 4. März ohnmächtig auf einer Parkbank in Salisbury entdeckt worden. Großbritannien macht Russland für das Attentat verantwortlich. Moskau weist die Vorwürfe zurück. Gestern legte Großbritannien mit weiteren Vorwürfen nach. Russland experimentiere entgegen seiner offiziellen Darstellung weiterhin mit dem Nervengift Nowitschok, sagte der britische Botschafter in Berlin, Sebastian Wood, im Deutschlandfunk. Die russische Aussage, wonach alle Kampfgifte aus Sowjetzeiten unter Aufsicht internationaler Beobachter vernichtet worden seien, sei völlig falsch. „Unsere Nachrichtendienste wissen, dass es dieses Geheimprogramm zum Nowitschok-Giftstoff gibt.“ Die Bundesregierung teilt die britischen Vorwürfe gegen Russland. Man halte die britischen Hinweise für „äußerst plausibel“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Deshalb sei die Reaktion Deutschlands, das wie andere Nato-Partner russische Diplomaten ausgewiesen hat, angemessen. Man sehe ein „Muster russischen Verhaltens“ mit völkerrechtswidrigem Vorgehen. Auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes nannte die Argumentation der britischen Regierung schlüssig. Die Bundesregierung könne die Erkenntnisse nicht alle öffentlich machen. Man komme im „Gesamtschluss“ jedoch zu der Einschätzung, dass mit „sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ Russland hinter dem Anschlag stecke. Seite 2

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