Kölner Recherchepreis RHEINPFALZ-Redakteurin Rebecca Singer bekommt Preis für Podcast

Ausgezeichnet: RHEINPFALZ-Redakteurin Rebecca Singer (rechts) mit Moderatorin Katharina Schmalenberg.
Ausgezeichnet: RHEINPFALZ-Redakteurin Rebecca Singer (rechts) mit Moderatorin Katharina Schmalenberg.

Der 2022 erschienene Podcast „Die Katastrophe von Ramstein“ von RHEINPFALZ-Digitalredakteurin Rebecca Singer (29) ist mit dem ersten Platz beim Kölner Recherchepreis ausgezeichnet worden.

Die Audio-Dokumentation, die bisher mehr als 72.000 Downloads hatte, greift den Absturz von 1988 von zwei Kunstfliegern der italienischen Staffel „Frecce Tricolori“ über der Air Base im Kreis Kaiserslautern neu auf. Die Bilanz des Schreckens: mehr als 70 Tote, über 500 teils schwer Verletzte.

Nach Ansicht der Jury ist es Singer nicht nur gelungen, die Chronologie eines bis dahin beispiellosen Unglücks detailliert nachzuzeichnen. „Sie schaffte es auch, mehr als 30 Jahre nach dem Unglück noch einmal Zeitzeugen zu finden und macht damit die Katastrophe sehr lebendig. Singer hole damit das Leid und das Trauma der unmittelbar Betroffenen wie auch der damals Verantwortlichen und beteiligter Rettungskräfte in die Gegenwart. „Akribisch arbeitet sie auch das Versagen von Veranstaltern und politisch Verantwortlichen auf.“ Das Besondere an Singers Arbeit sei zudem ihre Recherche zu den Lehren aus der Katastrophe.

Vierköpfige Entwicklungsredaktion

Singer, die am Montagabend im Kölner Neven DuMont-Haus die Ehrung entgegennahm, ist Mitglied des Content Development-Teams der RHEINPFALZ, einer vierköpfigen Entwicklungsredaktion. Die Kollegen versuchen anhand von Daten herauszufinden, was die Leser interessiert und was für Sie den größten Nutzen hat, um genau zu diesen Themen Inhalte zu erstellen.

An dieser Stelle finden Sie unseren aktuellen Podcast via Podigee.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Kölner Recherchepreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Er wird von der Lingen-Stiftung und dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vergeben, um journalistische Nachwuchstalente zu fördern. 40 Beiträge aus ganz Deutschland waren eingereicht worden.

Wichtige Rolle für demokratische Teilhabe

„Den Lokal- und Regionalzeitungen kommt auch und gerade im digitalen Zeitalter mit einer schier endlosen Fülle an Fakten, aber auch Fakenews in den Tiefen des Netzes eine wichtige Rolle für demokratische Teilhabe und für die Bewahrung der Pressefreiheit zu“, sagte Isabella Neven DuMont, Herausgeberin des „Kölner Stadt-Anzeigers“. Der Preis sei aber auch zu verstehen als „ein Merkposten, eine Mahnung explizit an Verlage, dass wir aufwändige Recherchen so gut es irgend geht erhalten, fördern, ja womöglich sogar ausbauen“, sagte Christian DuMont Schütte, ebenfalls Herausgeber der Traditionszeitung.

Rebecca Singer wird einen Teil ihres Preisgeldes von 7000 Euro an die Stiftung Katastrophen-Nachsorge spenden. Sie war entstanden aus den Selbsthilfe-Gruppen, die Sybille und Hartmut Jatzko im Raum Kaiserslautern nach dem Unglück gründeten, um Überlebenden und Hinterbliebenen von Katastrophen Halt und Unterstützung zu geben.

Hier geht es zum Podcast „Die Katastrophe von Ramstein

Ihre News direkt zur Hand
Greifen Sie auf all unsere Artikel direkt über unsere neue App zu.
Via WhatsApp aktuell bleiben
x