Bildung
Rheinland-Pfalz rutscht beim Bildungsmonitor 2022 auf Platz 12
Sachsen hat laut einer aktuellen Erhebung das beste Bildungssystem in Deutschland. Das ergab eine Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der von der Metall- und Elektro-Industrie finanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Dabei wird laut Autoren „explizit eine bildungsökonomische Sichtweise eingenommen“ und bewertet, inwiefern die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern.
Nach Sachsen folgten Bayern und Thüringen auf Platz zwei und drei. Schlusslicht ist der Stadtstaat Bremen. „In fast der Hälfte der Bundesländer haben sich die Bildungssysteme seit 2013 unterm Strich verschlechtert“, sagte der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr.
Zwei Plätze abgerutscht
Rheinland-Pfalz belegt Platz zwölf. 2020 und 2021 wurde das Land auf dem zehnten Platz, 2019 sogar auf Rang sieben gelistet. Gemessen an der Wirtschaftskraft würden nur wenige Forscher an den Hochschulen beschäftigt. Weiter seien die Sachausgaben mit Blick auf die Personalkosten unterdurchschnittlich und es gebe nur wenige ausländische Jugendliche mit einer Studienberechtigung. Positiv bewertet wurde, dass alle Grundschüler in Fremdsprachen unterrichtet wurden sowie der hohe Absolventen-Anteil von Berufsfachschulen, Fachoberschulen und Fachschulen.
An allen Schulen sollten nach Ansicht der Autoren Vergleichsarbeiten durchgeführt werden, „um den Umfang des Lernverlustes systematisch zu ermitteln“. Zudem müsse die Förderinfrastruktur ausgebaut und mehr Lehrkräfte in den sogenannten MINT-Fächern – Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – ausgebildet werden.
Digitalisierung erstmals mit dabei
Zum ersten Mal wurde wegen ihrer zunehmenden Bedeutung im Bildungsmonitor auch die Digitalisierung betrachtet. Hier schnitt Schlusslicht Bremen am besten ab. Gesamtsieger Sachsen liegt auf Rang zwölf.
Auch Rheinland-Pfalz schnitt bei der Digitalisierung besser ab und belegt den zehnten Rang. Laut IW sticht die tägliche Nutzung digitaler Medien im Unterricht hervor. Hier liegt das Land auf dem zweiten Platz. Raum für Verbesserungen gebe es etwa bei der digitalen Forschung oder bei der Austattung mit schnellem W-Lan.
Deutschlandweit sollten laut Initiative 20.000 zusätzliche IT-Stellen an den Schulen bereitgestellt werden. „Neue Laptops oder Tablets werden monatelang nicht ausgepackt, da sich niemand für die Installation von Programmen zuständig fühlt oder Datenschutzbedenken im Weg stehen“, sagte Pellengahr.