Politik Marokko: Berlin plant Heime für Jugendliche

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Berlin

. Die Bundesregierung überlegt wegen der Probleme mit elternlosen Kindern und Jugendlichen aus Marokko, Heime in dem nordafrikanischen Land zu schaffen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. In diesen Unterkünften sollten Jugendliche auch eine medizinisch-pädagogische Betreuung erhalten sowie die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen oder eine Ausbildung zu absolvieren. Den Angaben zufolge richtet sich das Angebot in erster Linie an Straßenkinder, die vor Ort leben. Perspektivisch könnten aber auch „in Deutschland ausreisepflichtige unbegleitete minderjährige Marokkaner, die in ihre Heimat zurückkehren, diese Einrichtungen nutzen“. Zur Zielgruppe gehören explizit auch junge Straftäter, die Deutschland verlassen sollen. Das Konzept für das dreijährige Projekt soll von einer Nichtregierungsorganisation umgesetzt werden. Es sieht zunächst die Gründung von zwei Heimen mit jeweils 100 Plätzen vor. Die Ausgaben pro Jahr und Heim werden auf 960.000 Euro geschätzt. |dpa

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