US-Airbase Maas: Wichtige Rolle für Ramstein bei Rettung aus Afghanistan
Die US-Airbase im westpfälzischen Ramstein bereitet sich darauf vor, aus Afghanistan ausgeflogene Personen aufzunehmen. „Ramstein Luftwaffenpersonal bereitet sich auf die potenzielle Ankunft afghanischer Evakuierter vor“, so ein Statement der amerikanischen Luftwaffenbasis. Nach RHEINPFALZ-Informationen wird mit der Landung von mehreren Transportmaschinen noch an diesem Freitag gerechnet.
Eine Sprecherin der Airbase konnte dies indes nicht bestätigen. „Die Situation entwickelt sich ständig fort“, so das Statement weiter.
Maas: Vereinbarung mit den USA
Nach Angaben des Auswärtigen Amtes haben die Bundesrepublik und die USA vereinbart, „dass insbesondere die Ramstein Air Base temporär für den Transit von schutzsuchenden Personen aus Afghanistan in die USA genutzt werden kann“. Außenminister Heiko Maas (SPD) teilte weiter mit: „In Zukunft werden daher neben den Fliegern der Bundeswehr auch auf US-Flügen nach Ramstein Deutsche oder von uns benannte Personen evakuiert werden. Genauso fliegen wir auf unseren eigenen Evakuierungsflügen Staatsangehörige verschiedenster Nationen aus Kabul aus.“ Hierdurch würden die Transportkapazitäten gesteigert und die seit Montag bestehende Luftbrücke von Kabul nach Taschkent in Usbekistan werde entlastet.
Nach unbestätigten Informationen des SWR soll es um mehrere tausend Menschen gehen – in erster Linie Afghanen, die in ihrem Heimatland als Ortskräfte für die USA gearbeitet haben. Seit Montag besteht eine Luftbrücke zur Evakuierung solchen Personals. Hintergrund ist die Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Kabul. Die USA hatten zuvor beschlossen, ihre Truppenpräsenz in Afghanistan nach 20 Jahren bis Ende August zu beenden.
