Politik Kommentar: Dieses Geld stinkt doch!

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Die Datenschutzeinwände gegen das mögliche Verbot

größerer Bargeldgeschäfte sind nicht stichhaltig.

Größere Bargeldgeschäfte verbieten? Die Bundesregierung führt dafür bedenkenswerte Gründe an, unter anderem Geldwäsche. Berlin geht von folgender Annahme aus: Von den jährlich geschätzten 100 Milliarden Euro Schwarzgeld, die hierzulande weißgewaschen werden, stammt der größere Teil aus dem Ausland. Denn Deutschland mit seinen vergleichsweise starken Institutionen ist schon lange eine bevorzugte Waschanlage. Das ist nur auf den ersten Blick verkehrt. Denn Ganoven lieben manchmal Rechtssicherheit. Die finden sie hier. Umgekehrt: Auch der deutsche Staat profitiert. Sind die Früchte der Kriminalität erst einmal in den Geldkreislauf geschleust und beginnen sie zu arbeiten, werfen sie Steuern ab. Dieses Geld stinkt. Daher hat die Bundesregierung ihren Beitrag im Kampf gegen die organisierte Kriminalität zu leisten. Nur auf den ersten Blick stichhaltig sind Datenschutzeinwände. Wer bargeldlos zahlt, legt Spuren. Und Datenkraken sind hinter diesen Bits und Bytes her wie der Teufel hinter der armen Seele. Aber bei Lichte betrachtet liefern Verbraucher schon heute einen dichten Datenkranz, der Rückschlüsse zulässt. Die meisten Zahlungen, auch der 9,36-Euro-Einkauf beim Discounter oder die 34,97-Euro-Tankfüllung, werden bargeldlos abgewickelt. Und Hand aufs Herz: Wie oft im Jahr begleichen Verbraucher Rechnungen über 5000 Euro in Scheinen und Münzen? Für Verbraucher ändert sich also wenig – für Geldwäscher einiges. Das ist gut so.

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