Politik Kommentar: Der leichtere Teil

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Was kommt nach dem Militärschlag der US-Amerikaner gegen Assad?

Präsident Trump sollte nicht glauben, nun sei irgendein Problem gelöst.

US-Präsident Donald Trump hat den syrischen Tisch umgestoßen, und alle, die eingenickt waren, sind erschrocken aufgewacht. Nun überlegen sie sich, was das zerbrochene Porzellan für sie bedeutet. Die westliche Welt hat auf den Militärschlag der Amerikaner gegen die syrischen Truppen vorsichtig wohlwollend reagiert. Es lässt sich ja auch kaum etwas dagegen sagen, dass auf einen Giftgasangriff reagiert wurde. In Europa hofft man, dass nun ein Friedensprozesses in Syrien erzwungen werden könnte – schließlich sind dem syrischen Diktator Assad endlich seine Grenzen aufgezeigt worden. Das Regime in Damaskus wiederum spielt die übliche Anti-Terror-Karte: Die Amerikaner würden mit solchen Schlägen gegen das Regime nur die Islamisten stärken, die Assad ja bekämpfe. Im Übrigen bellt das syrische Regime nur, es weiß aber, dass es nicht beißen kann. Das Beißen muss es seinen Verbündeten Russland und Iran überlassen. Die Amerikaner werden (erneut) lernen müssen: Ein Militärschlag ist immer der leichteste Teil der Übung. Wie oft schon sind „Tomahawk“-Marschflugkörper von US-Kriegsschiffen aufgestiegen! So oft sie ihr militärisches Ziel trafen, so oft verfehlten sie am Ende ihr politisches Ziel. Was ist, wenn das Assad-Regime nicht reagiert und einfach weitermordet? Dann steht der US-Präsident unter enormem Druck, die Daumenschrauben weiter anzuziehen – oder das Gesicht und die Glaubwürdigkeit zu verlieren. Ein gut geplanter Militärschlag wie der in der Nacht zu Freitag ist das eine. Was sich daraus entwickelt, ist erheblich schwerer zu kalkulieren.

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