Kanzlerkandidat Glückwünsche und Mahnungen für Laschet
Grüne: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gratulierte Laschet, betonte aber, jetzt gehe es um Inhalte und „die nötigen Veränderungen“. Als Beispiele nannte sie die Themen Klimaschutz, Digitalisierung und Bildung sowie das Ringen um gesellschaftlichen Zusammenhalt.
SPD: Auch der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten, Olaf Scholz, hob hervor, er freue sich „auf eine sachliche Debatte über Inhalte und den Wettstreit um die besten Ideen für unser Land“.
Linke: Fraktionschefin Amira Mohamed Ali kritisierte das Drehen von CDU und CSU um sich selbst: „Man fragt sich schon, ob die Beteiligten eigentlich noch mitbekommen, was hier draußen los ist, nämlich dass wir hier immer noch eine Pandemie haben und viele Menschen in Not sind“, sagte sie.
FDP: Partei- und Fraktionschef Christian Lindner gratulierte Laschet nach eigenen Angaben persönlich. Die FDP kenne den CDU-Chef aus der gemeinsamen Koalition in NRW und schätze ihn für „seine Fairness“. Es gebe eine Übereinstimmung in vielen Fragen, aber auch genug Unterschiede für einen spannenden Wahlkampf.
AfD: „Wer neben Baerbock grüne Unionspolitik betreiben wird, ob Söder oder Laschet, war immer nur eine Scheindiskussion“, kommentierte AfD-Vize Beatrix von Storch. Es sei nur darum gegangen, wer die „vergrünte Politik“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach der Wahl mit den Grünen zusammen fortsetzen dürfe.
Umwelt- und Entwicklungsinitiativen: Die Klimainitiative Fridays for Future rief die Union auf, sich nun wieder wichtigen Fragen zuzuwenden. Gefordert wurde vor allem ein schnellerer Kohleausstieg. Laschet stehe „klar zu den fossilen Industrien“ und werde es daher mit der Glaubwürdigkeit beim Klimaschutz schwer haben, urteilte Martin Kaiser von Greenpeace.
Wirtschaft: Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger lobte die Durchsetzungskraft Laschets. Als Belege nannte er dessen Wahlsieg 2017 im SPD-Stammland NRW sowie seinen Erfolg im Ringen um den CDU-Vorsitz gegen Friedrich Merz.afp
